Willkommen beim Schwulen Netzwerk NRW

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Das Schwule Netzwerk NRW e.V. ist der landesweit tätige Fachverband für schwule Selbsthilfe und steht für die Vielfalt schwuler und schwul/lesbischer Projekte in den Regionen. Zu unseren Aufgaben gehört die Vernetzung örtlicher Gruppen, die politische Lobbyarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden sowie schwulen und lesbischen Organisationen. Mehr über uns gibt es hier.


Die GAY*COM 2016 steht im Zeichen gegen Rechts

(SNW) | 23. August 2016

photocase_kallejipp_HPZur GAY*COM am 8. Oktober 2016 treffen sich zum 13. Mal kommunalpolitische Vertreter_innen aus Nordrhein-Westfalen, um sich zur Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in NRW auszutauschen. In diesem Jahr steht das Thema „Umgang mit rechten und menschenfeindlichen Parolen“ im Zentrum der Veranstaltung.

In den letzten Jahren hat sich unsere Gesellschaft verändert: Die gezielte Abwertung und Stigmatisierung von Menschen scheint immer öfter als zulässig hingenommen zu werden. Pegida, AfD, sogenannte „Besorgte Eltern“ und Co. benutzen wachsende Unsicherheiten in der Bevölkerung, indem sie durch Falschinformationen und Übertreibungen deren Ängste weiter schüren, um gegen die Sichtbarkeit und gegen Rechte von Minderheiten vorzugehen. Privatpersonen säen im vermeintlichen Schutze der Netzanonymität Hass und Zwietracht mit menschenverachtenden Postings und Kommentaren. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* sind einerseits regelmäßig Opfer dieser Attacken. Andererseits werden sie als zu Schützende instrumentalisiert, wenn es um die „Bewahrung der abendländischen Kultur“ geht. (mehr …)


Ein Projekt für junge queere Geflüchtete geht an den Start

(SNW) | 19. August 2016

photocase_AllzweckJack_kleinDas Jugendministerium NRW fördert im Rahmen der Arbeit unserer LSBT*-Jugendfachstelle ein Projekt für queere Geflüchtete bis 27 Jahre. Deshalb können wir eine Fachkraft für das Thema befristet bis zum 31.12.2017 einstellen. Das Projekt sieht zudem vor, dass neben dieser fachlichen Begleitung und Vernetzung auch 6 – 7 lokale Projekte mit Personal- und Sachkosten gefördert werden sollen, die vor Ort Beratung und Gruppenarbeit für queere Geflüchtete Jugendliche anbieten. 

Lesbische, schwule, bisexuelle und trans* (LSBT*) Geflüchtete sind als besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppe anzusehen. Sie sind strukturellem und gesellschaftlichem Rassismus und Homosexuellen/Trans*feindlichkeit wie auch einer ausgrenzenden Asyl- und Ausländergesetzgebung ausgesetzt. Regelmäßig wird seitens der LSBT*-Beratungsangebote von gewalttätigen Übergriffen in Flüchtlingsunterkünften, besonders gegenüber jungen Trans*-Menschen, berichtet.  (mehr …)


„Stonewall was a Riot“ – Rede von Steffen Schwab beim CSD-Empfang am 02. Juli 2016

(SNW) | 13. Juli 2016

SteffenLiebe Freundinnen und Freunde der Aidshilfe NRW und des Schwulen Netzwerks NRW, liebe ehemalige, angehende, künftige Preisträger_innen, liebe Claudia Roth, liebe Frau Löhrmann, liebe Frau Reker,

am Dienstag war der Jahrestag von Stonewall. Der Aufstand der Lesben und Schwulen, vor allem eigentlich der Tunten, der Drag Queens. Daran erinnern wir uns, wenn wir den CSD feiern, den Christopher Street Day, an diesem Wochenende in Köln. Stonewall was a Riot, Stonewall war ein Aufstand – mit diesem Motto hat in diesem Jahr der alternative CSD in Köln klargestellt, dass es nach wie vor nicht einfach darum geht, ein buntes Fest zu feiern.

Der Colognepride an diesem Wochenende, aus dessen Anlass unsere beiden Landesverbände auch heute wieder zu diesem Empfang eingeladen haben, hat das Motto anders.Leben.  Das ist – leider – nicht als Feststellung zu verstehen. Sondern immer noch erst als Appell (mehr …)


Laudatio von Axel M. Hochrein auf Dirk Behmer zur Verleihung der Kompassnadel 2016

(SNW) | 2. Juli 2016

Heute zeichnete das Schwule Netzwerk NRW Dirk Behmer für seinen Einsatz im Outreach-Programm des DüsselCup mit der Kompassnadel für besonderes ehrenamtliches Engagement 2016 aus. Axel M. Hochrein, Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland sowie der Hirschfeld-Eddy-Stiftung hielt die Laudatio. Hier die schriftliche Version zum Nachlesen:  

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Axel M. Hochrein

„Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. Sport can awaken hope where there was previously only despair. “ Nelson Mandela | Laureus World Sports Awards 2000 in Monaco

„Sport hat die Kraft die Welt zu verändern“, sagte Nelson Mandela.

Und es gibt viele Bereiche, wo die Welt verändert werden muss. Wo wir Menschen eine Richtungsänderung vornehmen müssen, nicht nur für eine Welt die lebenswerter ist, sondern für eine Welt, die für alle Menschen dort lebenswert ist, wo sie zu Hause sind. Damit sie nicht von ihrem zuhause fliehen müssen, wegen Krieg, Hunger, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, der Religionszugehörigkeit oder weil sie schwul, lesbisch, trans* oder intersexuell sind. Und deswegen ihre Gefühle verstecken und sich verstellen müssen, wenn sie nicht gesellschaftlich geächtet, beleidigt oder verletzt werden wollen, wenn sie nicht riskieren wollen im Gefängnis zu landen, oder sogar vor der Todesstrafe fliehen müssen, die ihnen in 7 Ländern dieser Welt immer noch droht.  (mehr …)


Gegen Rassismus! Gegen Hass! Gegen Gewalt!

(SNW) | 2. Juli 2016

Nadeln_CSD2016Heute fand zum 23. Mal der jährliche CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW im Rahmen des colognepride statt, der seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW ausgerichtet wird. Etwa 600 geladene Gäste aus unseren Mitgliedsorganisationen, aus kooperierenden Verbänden, aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur nahmen an der Veranstaltung teil.

Köln, 2. Juli 2016 – „Wir fordern Respekt und Akzeptanz! Respekt vor allen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten, Akzeptanz von allen Lebensformen“, das betonte Steffen Schwab, Landesvorsitzender des Schwulen Netzwerks NRW, heute im Kölner Gürzenich beim CSD-Empfang, den das Netzwerk gemeinsam mit der Aidshilfe NRW ausrichtet. Bei allem Stolz auf das in den vergangenen 25 Jahren Erreichte (NRW-Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie, 20 Jahre Förderung der zielgruppenspezifischen HIV-Prävention in NRW, schwul-lesbische Aufklärungsprojekte, Sitze in der Landesmedienkommission und im WDR-Rundfunkrat) seien diese Erfolge angesichts der Anfeindungen von rechts und der mangelnden Solidarität in der Mehrheitsgesellschaft nicht sicher. „Es wird Zeit, voller Stolz wieder aufzustehen gegen Rassismus, gegen Hass und gegen Gewalt“, so Schwab. (mehr …)