Für Meinungsfreiheit – Gegen Hetze im Netz

(SNW) | 26. November 2015

Ein Beitrag von Jürgen Rausch

csm_Teaser_no_hate_a8d59afec6Was tun gegen Hass und Diskriminierung? Vor genau dieser Frage stand ich im Oktober bei der Diskussion über Hatespeech. Die Hassrede im Internet wird leider von immer mehr Nutzer_innen verbreitet. Das ist kein schlechter Stil mehr. Wenn Menschen persönlich beleidigt werden oder gar zu Gewalt gegen Menschen aufgerufen wird, ist die Grenze zur Kriminalität überschritten. Doch wie können wir dagegen vorgehen?

2014 wurde das Schwule Netzwerk NRW gemeinsam mit der LAG Lesben NRW in die Landesmedienkommission NRW berufen. Als einer der zwei Vertreter_innen nutzte ich diese Gelegenheit und machte den Vorschlag, gegen die hasserfüllten Postings etwa bei Facebook vorzugehen. Im Ausschuss für Programm und Aufsicht, dem ich angehöre, werden unter anderem auch die konkreten Beschwerden von Zuschauer_innen und Radiohörer_innen behandelt. Analog zum Waldschlösschen Appell, der bereits 2013 Forderungen an die Medien gegen die Verharmlosung homosexualitätsfeindlicher Diffamierungen formuliert hat, brachte ich die Möglichkeit eines breit angelegten Appells in die Diskussion ein. Dieser Vorschlag wurde sofort vom Ausschuss unterstützt.

In der Sitzung der Medienkommission am 20. November stand eben dieser Appell auf der Tagesordnung. Alle Mitglieder der Kommission stimmten dafür. Von einem Konsens der gesellschaftlich vertretenen Gruppen getragen, soll dieser Appell in die sozialen Netzwerke hineinwirken. Hierbei sind sowohl die Betreiber_innen als auch alle Nutzer_innen der sozialen Netzwerke angesprochen. Genauso wie im realen Leben kann (verbale) Gewalt nur mit couragiertem Auftreten verhindert werden. Denn nur mit einem einstimmigen und lauten „Nein! – Stoppt Hass und Diskriminierung im Netz“ ist der Hetze im Internet beizukommen.

Unterzeichne auch Du diesen Appell online!

Viele gute Hinweise zum Umgang mit hasserfüllten Kommentaren finden sich in einer Broschüre der Amadeo Antonio Stiftung.

Ehrenmitgliedschaft für Patrik Maas

(SNW) | 18. November 2015

Patrik1Die Mitgliederversammlung des Schwulen Netzwerks NRW hat Patrik Maas einstimmig zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und ist damit einem Vorschlag des Vorstands gefolgt. Patrik Maas wird die Auszeichnung beim Neujahrsempfang des Schwulen Netzwerks am 15. Januar 2016 entgegennehmen.

In seinem 25. Jahr zeichnet das Netzwerk mit Patrik Maas einen Menschen aus, der den Landesverband geprägt hat wie wenige andere: Am 1. Oktober 1995 wurde der frischgebackene Betriebswirt erster Landesgeschäftsführer des gerade vier Jahre alten Vereins, zunächst mit einer 50-, später dann mit einer 100-Prozent-Stelle. Patrik Maas etablierte das Schwule Netzwerk zum einen als Interessenvertretung auf Landesebene gegenüber Politik und Verwaltung, zum anderen als Dienstleister für die schwule und schwul/lesbische Selbstorganisation im ganzen Land. Viele Aktive aus den 1990er Jahren haben die fachliche Unterstützung durch Patrik Maas schätzen gelernt, als sie selbst in den verschiedenen Regionen ihre Strukturen zu errichten begannen – und auch die aufbauende Ermutigung, wenn die Bretter, die da zu bohren waren, wieder einmal zu dick erschienen.  (mehr …)

Vorstand des Netzwerks neu gewählt

(SNW) | 17. November 2015

Kompass_lila_150Am Samstag, dem 14. November 2015 trafen sich Vertreter_innen aus den Mitgliedsorganisationen des Schwulen Netzwerks NRW in den Räumen der AIDS-Hilfe Wuppertal e.V. zur 29. Mitgliederversammlung ihres Verbandes. Turnusmäßig stand die Neuwahl des Vorstandes für die nächsten zwei Jahre an. Neben der Wiederwahl von sechs amtierenden Vorständen kamen mit Neofitos Argiropoulos (Bochum) und Christian Naumann (Düsseldorf) zwei neue Kollegen dazu. Oliver Schubert trat nach sieben Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl an.

Zu Beginn der gut besuchten Mitgliederversammlung berichteten die noch amtierenden Vorstände aus dem Wirtschaftsjahr 2014 (siehe Jahresbericht 2013/2014) und gaben Einblicke in die aktuelle Arbeit des Vorstandes und der Geschäftsstelle. Im Anschluss wurde der Haushalt 2014 sowie der aktuelle Stand 2015 von Geschäftsführer Markus Johannes beschrieben. Er berichtete von den Planungen zu 25 Jahre Schwules Netzwerk NRW, von der aktuellen Diskussion um LSBT-Flüchtlinge und über die Trans*-Vernetzung in NRW, die vom Schwulen Netzwerk mitorganisiert wird. Andrea Krieger und Benjamin Kinkel (SchLAu NRW) sowie Jan Gentsch und Kira Splitt (LSBT*-Jugendfachstelle NRW) ergänzten aus ihren Arbeitsbereichen den Bericht zu den aktuellen Entwicklungen in der Landesgeschäftsstelle. (mehr …)

Erste Ergebnisse des Fachaustausches „LSBT-Flüchtlinge in NRW“

(SNW) | 13. November 2015

Flucht3Am 5. November 2015 trafen sich 45 Personen, um über ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit mit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans* in NRW zu berichten. Der Fachaustausch fand auf Einladung der Aidshilfe NRW, des LSVD NRW, der LAG Lesben in NRW und des Schwulen Netzwerks NRW statt. Als Ergebnis wurden Arbeitsgruppen verabredet, die sich zukünftig mit den Schwerpunkten der weiteren Arbeit beschäftigen werden.

Zahlreiche Interessierte aus ganz Nordrhein-Westfalen trafen sich zum Fachaustausch in Düsseldorf. Neben einzeln Engagierten aus den schwulen, lesbischen und trans*-Communities waren auch Fachleute aus der Flüchtlings- und Antirassismusarbeit, sowie von queeramnesty, und aus spezialisierten Beratungseinrichtungen anwesend. Diese berichteten über ihr Engagement vor Ort, von Flyern, Plakaten mit QR-Codes, Beratungsgesprächen, Hilfestellungen bei Asylanträgen und Ratsbeschlüssen zum Thema LSBT-Flüchtlinge, etwa von der Stadt Köln.  (mehr …)