REDEN ZUM GEDENKEN AN DIE LESBISCHEN UND SCHWULEN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS 2017

(SNW) | 27. Januar 2017 | Kategorie: ARCUS

Mahnmal2017_1Auch 2017 luden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Leben Schwule Bisexuelle Transgender und Intersexuelle in ver.di Köln legen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. und Vorstand der ARCUS-Stiftung sowie Reinhard Klenke, Vorstand der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.) hielten die Gedenkreden.

Marlis Bredehorst:

Seit der Einweihung dieses Mahnmals erinnern wir gemeinsam an die lesbischen und schwulen, an die trans und queeren Opfer des Nationalsozialismus. Wir tun dies regelmäßig am 27. Januar, dem gesetzlich verankerten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des zweiten Weltkriegs. Die Vereinten Nationen erklärten 2005 diesen Tag zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Im Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten finde ich es absolut unverständlich, dass die NPD nicht verboten wurde. (mehr …)


Urteilen und verurteilt werden

(SNW) | 3. Januar 2017 | Kategorie: Geschichte

auschwitzQueere Jugendliche aus NRW nahmen vom 18. bis 23. Oktober 2016 an einer Gedenkstättenfahrt der Queeren Jugend NRW nach Krakau und Auschwitz teil, die von der Fachstelle Queere Jugend NRW des Schwulen Netzwerks NRW zusammen mit Jugendgruppenleitungen organisiert wurde. Cimara Witte, 20 Jahre alt, hat ihre Erfahrungen und Eindrücke in einem Bericht festgehalten. Cimara absolviert derzeit nach ihrem Abitur einen Bundesfreiwilligendienst im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas in Wuppertal. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne mit Geschichte und engagiert sich für die queere Jugendgruppe BJ in Wuppertal sowie für Amnesty International.

Kälte, Schmutz und Armut. Das sind wohl Dinge, die viele Menschen mit Polen verbinden, wenn sie noch nicht da gewesen sind. Freundlichkeit, Schönheit und gutes Essen. Das sind die Dinge die ich unter anderem mitgenommen habe nachdem ich zusammen mit der Fachstelle der Queeren Jugend NRW sechs Tage in Polen verbracht habe. (mehr …)


Rede zum Gedenken an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus

(SNW) | 27. Januar 2016 | Kategorie: ARCUS

Mahnmal_1Jährlich laden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Leben Schwule Bisexuelle Transgender und Intersexuelle in ver.di Köln legen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.

Markus Johannes, Landesgeschäftsführer des Schwulen Netzwerks NRW und stellv. Vorstandsvorsitzender der ARCUS-Stiftung hielt am 27. Januar 2016 die Gedenkrede:

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute möchte ich den Tag nutzen, um über das Thema Flucht zu sprechen. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich meine Gedanken dazu für eine Rede ordnen kann. Bundespräsident Joachim Gauck hat mir dabei mit seiner Rede zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung, die er in Berlin am 20. Juni 2015 gehalten hatte, sehr geholfen. An diesem Tag beginn Deutschland zum ersten Mal offiziell den internationalen Weltflüchtlingstag, wie er bereits vor fünfzehn Jahren von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde.  (mehr …)


Gesucht: Schwule Orte in NRW

(SNW) | 17. August 2015 | Kategorie: 25 Jahre Netzwerk

Brick Wall RainbowDas Schwule Netzwerk NRW wird im nächsten Jahr 25 Jahre alt. Dieses Jubiläum wollen wir dreifach begehen: mit einer Gala in der Kölner Flora, mit einer Fachtagung – und mit der Entdeckung von „Schwulen Orten in NRW“. Mit dem Projekt wollen wir Orte sichtbar machen, an denen schwules Leben in Nordrhein-Westfalen stattgefunden hat und heute noch stattfindet. Diese Orte können unterschiedlichen Charakter haben, es eint sie ein jeweils persönlicher Bezug, eine Anekdote, Geschichte oder etwas übers Hörensagen erfahrenes des Menschen, der den Ort als „schwul“ benennt. Deshalb seid ihr gefragt: Beschreibt uns eure schwulen Orte und Geschichten!

Was ist ein „Schwuler Ort“?

Der „Schwule Ort“, den wir suchen, steht – zumindest in der Regel – in keinem Lexikon und keinem Register. Er ist ein ganz persönlicher Ort – unser Ort, dein Ort, mein Ort. Ein Ort, der mit einer schwulen Geschichte verbunden ist: Wo mir jemand begegnet ist, der für mein schwules Leben Vorbild geworden ist. Wo jemand lebt (oder gelebt hat), der sich für das schwule Leben in meiner Stadt verdient gemacht hat. Wo meine Stadt mir zeigt, dass ich mich hier zu Hause fühlen darf. Wo Schwule deutlich gemacht haben, dass sie für ihre Rechte kämpfen. Wo ich stolz bin. Und so weiter …

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Vom Stigma zur Bewegung

(SNW) | 3. Juli 2015 | Kategorie: ARCUS

Foto2_Menschen_MahnmalIn diesem Jahr zeichnet das Schwule Netzwerk NRW Michael Jähme aus Köln mit dem Preis DIE KOMPASSNADEL für sein besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Michael Jähme dokumentiert Biografien schwuler Männer im Rahmen des ARCUS-Zeitzeug_innenprojektes. Festgehalten werden Lebenserfahrungen von Menschen, denen eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit durch Staat und Gesellschaft verwehrt wurde.

Diese Arbeit wird durch eine Initiative der ARCUS-Stiftung und des PRIDE Salon, Köln tatkräftig unterstützt. Mit der Produktion und dem Verkauf von ROSA und SCHWARZEN WINKELN tragen sie nicht nur zur finanziellen Unterstützung des Projektes bei, sie halten auch einen wichtigen Aspekt lesbisch/schwuler Geschichte in Erinnerung.

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Eine schamlose Ausstellung!

(SNW) | 2. Juli 2015 | Kategorie: Geschichte

Schamlos01Am kommenden Samstag ist es wieder soweit: Seit 2001 verleiht das Schwule Netzwerk NRW im Rahmen des ColognePride den Preis DIE KOMPASSNADEL an Persönlichkeiten, die sich besonders um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ehrt zum einen ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten der schwulen Selbstorganisation, zum anderen werden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens geehrt. In diesem Jahr wird unser Preisträger Stephan Denzer seine Skulpturen nur kurz in den Händen halten, denn sie steht momentan in einer Sonderausstellung im Bonner Haus der Geschichte. 

Ein Besuch von Markus Johannes

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Gemeinsam Erinnern – gemeinsam Handeln

(SNW) | 4. Februar 2015 | Kategorie: ARCUS

Anne1Seit 1996 ist der 27. Januar der deutsche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 durch die Sowjetarmee. Im Jahr 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen sogar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt. Er ist ein Gedenktag für ALLE Opfer des Nationalsozialismus. Es ist aber immer noch für viele eine Frage: Wurden und werden lesbische Frauen verfolgt, waren auch sie Opfer des NS-Terrorregimes? Anne Simon ging in ihrer Rede zur Gedenkveranstaltung 2015 am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen, den schwulen und lesbischen Opfern des Nationalsozialismus“ im Kölner Rheingarten auf diese Frage ein. Hier ist ihre Rede nochmal zum Nachlesen: 

Die Situation lesbischer Frauen wird regelhaft an der Situation schwuler Männer gemessen und in diesem Vergleich als nachrangig bewertet, wie wir an den Auseinandersetzungen um das Berliner Mahnmal und die Gedenktafel im KZ Ravensbrück nachverfolgen können! Dass von einer NS-Verfolgung lesbischer Frauen gesprochen werden kann, darüber besteht keineswegs Einigkeit. Schlagzeile bei queer.de am 04.01.2013: „Keine Gedenktafel für lesbische Frauen in Ravensbrück – Verfolgung nicht bewiesen“. Und die nachfolgenden User-Kommentare lassen jegliche anspruchsvolle Diskussion einer gemeinsamen lesbisch-schwuler Politik vermissen. Teil einer solchen angemessenen Diskussion wäre es, die Verfolgungsgründe sozial und sexuell unangepasster Frauen im „Dritten Reich“ ebenso wie die Homophobie in der Erinnerungsgeschichte Ravensbrücks zu erforschen und wahrzunehmen.  (mehr …)


CSD-Empfang 2017
CSD-Empfang 2017

Am 08. Juli findet wieder unser jährlicher CSD-Empfang im Kölner Gürzenich statt. Anmeldung erforderlich.
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