Willkommen beim Schwulen Netzwerk NRW

Das Schwule Netzwerk NRW e.V. ist der landesweit tätige Fachverband für schwule Selbsthilfe und steht für die Vielfalt schwuler und schwul/lesbischer Projekte in den Regionen. Zu unseren Aufgaben gehört die Vernetzung örtlicher Gruppen, die politische Lobbyarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden sowie schwulen und lesbischen Organisationen. Mehr über uns gibt es hier.


Workshops und Weiterbildungen
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„Wir gewinnen, wenn wir uns mit Rassismus auseinandersetzen“

(SNW) | 2. Februar 2017


20170128_123509_webAm 28. Januar fand in Bochum der Fachtag „Eine Community für alle?! – Rassismus-Erfahrungen und LSBTIQ*“ statt. Rund 140 Menschen trafen sich im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer und sprachen über die unsichere Situation geflüchteter LSBTIQ*, rassistische Ausgrenzungen innerhalb der Gemeinschaften von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queers (LSBTIQ*) sowie über die Gefahren des Rechtspopulismus der AfD und mögliche Gegenstrategien.

Der Fachtag stand unter dem Stern der kritischen Selbstreflexion. So fasst Saideh Saadat-Lendle (LesMigraS), eine der Vortragenden, ein Ergebnis des Tages treffend zusammen: „Die Mehrheit unserer Community leidet unter Mehrfachdiskriminierung aufgrund von Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Trans*feindlichkeit, Armut, Behinderung und weiteren Aspekten. Wir werden viel gewinnen, wenn wir uns damit auseinandersetzen. Unsere Community hat emanzipatorische Ansprüche, deswegen wird es uns gut tun, dem auch tatsächlich gerecht zu werden. Es ist an der Zeit, sich als queere Community ernsthaft damit auseinanderzusetzen, nicht nur in Worten, sondern tatsächlich Strategien gegen Mehrfachdiskriminierung zu entwickeln und umzusetzen.“ (mehr …)


REDEN ZUM GEDENKEN AN DIE LESBISCHEN UND SCHWULEN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS 2017

(SNW) | 27. Januar 2017

Mahnmal2017_1Auch 2017 luden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Leben Schwule Bisexuelle Transgender und Intersexuelle in ver.di Köln legen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. und Vorstand der ARCUS-Stiftung sowie Reinhard Klenke, Vorstand der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.) hielten die Gedenkreden.

Marlis Bredehorst:

Seit der Einweihung dieses Mahnmals erinnern wir gemeinsam an die lesbischen und schwulen, an die trans und queeren Opfer des Nationalsozialismus. Wir tun dies regelmäßig am 27. Januar, dem gesetzlich verankerten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des zweiten Weltkriegs. Die Vereinten Nationen erklärten 2005 diesen Tag zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Im Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten finde ich es absolut unverständlich, dass die NPD nicht verboten wurde. (mehr …)


Das Land NRW unterstützt die ARCUS-Stiftung

(SNW) | 25. Januar 2017

ARCUS_Logo_web_transparentIm September 2010 wurde die ARCUS-Stiftung, eine Stiftung der schwulen und lesbischen Selbsthilfe, von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Community gegründet. Der Stiftungsvorstand freut sich mitteilen zu können, dass das Land Nordrhein-Westfalen zum Jahreswechsel 2016-2017 eine Zustiftung in Höhe von 135.600 Euro an die Arcus-Stiftung vornehmen konnte.

Seit 2016 gibt es im Landeshaushalt den Zusatz, dass Haushaltsmittel für freie Träger im Arbeitsbereich „Förderung der Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI*), die nicht gebunden wurden, als Zustiftung der ARCUS-Stiftung zugutekommen. Dies war seit Gründung der Stiftung eine der zentralen Forderungen der lesbischen und schwulen Selbsthilfe gegenüber der Landesregierung im Rahmen ihrer politischen Arbeit. (mehr …)


„Neuer Ort, neue Gastgeber_innen, neues Jahr.“ Rede zum Neujahrsempfang 2017

(SNW) | 18. Januar 2017

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Am 13. Januar 2017 fand erstmals ein gemeinsamer Neujahrsempfang der LAG Lesben in NRW und des Schwulen Netzwerks NRW statt, der an der Tradition der Empfänge des Netzwerks in Köln anschloss. Über 140 Gäste aus Politik, Verwaltung, Mitgliedsgruppen und befreundeten Organisationen waren gekommen, um sich über die Arbeit von Lesben, Schwulen und Trans* in NRW auszutauschen. Vor dem geselligen Beisammensein gingen die Vorstandsmitglieder Daya Holzhauer und Steffen Schwab in einer Rede auf die bevorstehenden Ereignisse des Jahres ein. Vorab begrüßten sie die Anwesenden. Hier ihre Rede:

Dieser Neujahrsempfang ist neu. Wir sind jetzt zu zweit, als Gastgeber_innen. Wir sind in Düsseldorf, weil wir da eigentlich auch – die Freund_innen aus Köln mögen uns das verzeihen – hingehören: als Landesverbände in die Landeshauptstadt, die sich im übrigen, dank des gerade in den letzten Jahren Erreichten, sehr gut sehen lassen kann, was die Infrastruktur für die lesbisch-schwule-bi-trans- und queer-Community angeht. Wir sind übrigens beide hier zu Hause: die LAG ganz und gar, das Netzwerk zwar nicht mit seiner Geschäftsstelle, aber von Anfang an mit seinem Vereinssitz. (mehr …)


Urteilen und verurteilt werden

(SNW) | 3. Januar 2017

auschwitzQueere Jugendliche aus NRW nahmen vom 18. bis 23. Oktober 2016 an einer Gedenkstättenfahrt der Queeren Jugend NRW nach Krakau und Auschwitz teil, die von der Fachstelle Queere Jugend NRW des Schwulen Netzwerks NRW zusammen mit Jugendgruppenleitungen organisiert wurde. Cimara Witte, 20 Jahre alt, hat ihre Erfahrungen und Eindrücke in einem Bericht festgehalten. Cimara absolviert derzeit nach ihrem Abitur einen Bundesfreiwilligendienst im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas in Wuppertal. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne mit Geschichte und engagiert sich für die queere Jugendgruppe BJ in Wuppertal sowie für Amnesty International.

Kälte, Schmutz und Armut. Das sind wohl Dinge, die viele Menschen mit Polen verbinden, wenn sie noch nicht da gewesen sind. Freundlichkeit, Schönheit und gutes Essen. Das sind die Dinge die ich unter anderem mitgenommen habe nachdem ich zusammen mit der Fachstelle der Queeren Jugend NRW sechs Tage in Polen verbracht habe. (mehr …)