Willkommen beim Schwulen Netzwerk NRW

Das Schwule Netzwerk NRW e.V. ist der landesweit tätige Fachverband für schwule Selbsthilfe und steht für die Vielfalt schwuler und schwul/lesbischer Projekte in den Regionen. Zu unseren Aufgaben gehört die Vernetzung örtlicher Gruppen, die politische Lobbyarbeit und die Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden sowie schwulen und lesbischen Organisationen. Mehr über uns gibt es hier.


Von Homolulu zum Westdeutschen Rundfunk

(SNW) | 17. Dezember 2016

20161216_165712„Wir fordern das Recht der Schwulen, selbst in den öffentlichen Medien, Rundfunk und Fernsehen, arbeiten zu können. Wir fordern zwei Sitze im Rundfunkrat.“ Diese Forderung wurde als Punkt 5 der Abschlussresolution von Homolulu, dem ersten internationalen Homosexuellen-Treffen in Frankfurt am Main bereits im Juli 1979 aufgestellt. Arbeiten können Schwule und Lesben nun schon länger sichtbar in der deutschen Medienlandschaft. Gut 35 Jahre hat es jedoch gedauert bis nach Bremen, dem Saarland und dem ZDF auch die lesbisch/schwulen Communities in NRW eine Person und eine Stellvertretung in den WDR-Rundfunkrat entsenden können.

Am 02. Dezember 2016 fand die konstituierende Sitzung des 12. WDR-Rundfunkrates statt, mit der Markus Johannes (Landesgeschäftsführer Schwules Netzwerk NRW) und als Stellvertreterin Gabriele Bischoff (Geschäftsführerin LAG Lesben in NRW) nun offiziell ihre Mandate im größten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf dem europäischen Kontinent aufgenommen haben. Möglich machte diese Entsendung das neue WDR-Rundfunkgesetz, das vom Landesparlament im Februar 2016 verabschiedet wurde.  (mehr …)


Queere Geflüchtete vernetzen sich landesweit

(SNW) | 9. Dezember 2016

gefluechtetentreffenDer Auftakt für eine landesweite Vernetzung lesbischer, schwuler, bi, trans und queerer Geflüchteter in Nordrhein-Westfalen ist gemacht. Am Samstag, den 3. Dezember 2016 haben sich 19 LSBT*Q-Geflüchtete in Bochum getroffen um über Vernetzung und Selbstorganisierung zu sprechen. Initiiert und organisiert wurde das Treffen von Katharina Feyrer zusammen mit einer Gruppe Geflüchteter aus Köln, Düsseldorf und Bielefeld. Katharina Feyrer ist seit Oktober 2016 als Bildungsreferentin mit dem Schwerpunkt Flucht in der Fachstelle der Queeren Jugend NRW beim Schwulen Netzwerk NRW angestellt.

Flucht funktioniert maßgeblich über Vernetzung, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Wissensweitergabe. Angekommen in Deutschland ist die oft Flucht noch nicht zu Ende. Von Fragen rund um den Aufenthaltsstatus über unsichere Unterkünfte bis hin zu Höhen und Tiefen beim Leben der eigenen sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung im neuen Land. Die Erfahrung, damit nicht alleine zu sein und sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen zu können, hilft oft praktisch aber vor allem auch emotional. (mehr …)


Die Trans*-Community in NRW zeigt Flagge

(SNW) | 9. November 2016

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Es ist vollbracht! Nach insgesamt zwei Jahren Vorarbeit und einem ersten großen Vernetzungstreffen Ende 2015 kamen Gruppen aus ganz NRW ihrer Absicht einen weiteren Schritt näher, künftig enger zusammen zu arbeiten und sich auf Landesebene zu vernetzen. Der Landesverband „Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW“ wurde am 30.10.2016 gegründet. Damit bekommt die Trans*-Community in NRW eine schlagkräftige gemeinsame Stimme.

Das Schwule Netzwerk NRW unterstützt die Trans*-Community bei diesem wichtigen Weg, indem die Geschäftsstelle Anträge für die Vernetzung und Verwaltung stellt und verwaltet. Zum August 2016 konnte für diese Arbeit Andrea Krieger als geringfügig Beschäftigte für die Trans*-Arbeit aus Mitteln des Emanzipationsministeriums eingestellt werden. Sie ist bereits seit einigen Jahren im SCHLAU NRW-Sprechendenteam und in der Trans*-Community in NRW aktiv. (mehr …)


Die GAY*COM 2016 steht im Zeichen gegen Rechts

(SNW) | 23. August 2016

photocase_kallejipp_HPZur GAY*COM am 8. Oktober 2016 treffen sich zum 13. Mal kommunalpolitische Vertreter_innen aus Nordrhein-Westfalen, um sich zur Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in NRW auszutauschen. In diesem Jahr steht das Thema „Umgang mit rechten und menschenfeindlichen Parolen“ im Zentrum der Veranstaltung.

In den letzten Jahren hat sich unsere Gesellschaft verändert: Die gezielte Abwertung und Stigmatisierung von Menschen scheint immer öfter als zulässig hingenommen zu werden. Pegida, AfD, sogenannte „Besorgte Eltern“ und Co. benutzen wachsende Unsicherheiten in der Bevölkerung, indem sie durch Falschinformationen und Übertreibungen deren Ängste weiter schüren, um gegen die Sichtbarkeit und gegen Rechte von Minderheiten vorzugehen. Privatpersonen säen im vermeintlichen Schutze der Netzanonymität Hass und Zwietracht mit menschenverachtenden Postings und Kommentaren. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* sind einerseits regelmäßig Opfer dieser Attacken. Andererseits werden sie als zu Schützende instrumentalisiert, wenn es um die „Bewahrung der abendländischen Kultur“ geht. (mehr …)


Ein Projekt für junge queere Geflüchtete geht an den Start

(SNW) | 19. August 2016

photocase_AllzweckJack_kleinDas Jugendministerium NRW fördert im Rahmen der Arbeit unserer LSBT*-Jugendfachstelle ein Projekt für queere Geflüchtete bis 27 Jahre. Deshalb können wir eine Fachkraft für das Thema befristet bis zum 31.12.2017 einstellen. Das Projekt sieht zudem vor, dass neben dieser fachlichen Begleitung und Vernetzung auch 6 – 7 lokale Projekte mit Personal- und Sachkosten gefördert werden sollen, die vor Ort Beratung und Gruppenarbeit für queere Geflüchtete Jugendliche anbieten. 

Lesbische, schwule, bisexuelle und trans* (LSBT*) Geflüchtete sind als besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppe anzusehen. Sie sind strukturellem und gesellschaftlichem Rassismus und Homosexuellen/Trans*feindlichkeit wie auch einer ausgrenzenden Asyl- und Ausländergesetzgebung ausgesetzt. Regelmäßig wird seitens der LSBT*-Beratungsangebote von gewalttätigen Übergriffen in Flüchtlingsunterkünften, besonders gegenüber jungen Trans*-Menschen, berichtet.  (mehr …)