Broschüre “Trans* am Arbeitsplatz” veröffentlicht

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 29. Mai 2020

Die Broschüre unterstützt Kolleg*innen, Beschäftigtenvertretungen, Führungspersonen und Personalabteilungen dabei, ein diskriminierungsarmes Arbeitsumfeld herzustellen und trans* Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen respektvoll zu begegnen. Zudem vermittelt sie Grundlagenwissen zu geschlechtlicher Vielfalt, transitionsbezogenen Fragen und trans*spezifischen Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Trans* Beschäftigten bietet die Broschüre für den Arbeitskontext relevante Informationen und Hinweise beispielsweise zu Fragen rund um das Bewerbungsverfahren, Transition und Coming-out.

Die Broschüre wurde von Freddie* Heithoff und Mo Zündorf verfasst und von der Landeskoordination Trans* NRW herausgegeben. Ihr liegen unter anderem acht Interviews mit trans* Beschäftigten in unterschiedlichen Arbeitsumfeldern zugrunde. Gefördert wurde die Broschüre vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Broschüre ist ab sofort hier als PDF abrufbar. Bei Interesse an gedruckten Exemplaren der Broschüre melden Sie sich bzw. meldet euch bitte bei Mika Schäfer (mika.schaefer@lako-trans.nrw).

Wir freuen uns über das Weiterverbreiten der Broschüre!

 

Neue Veranstaltungsreihe: QueerKompass – Impulse für Communities in Bewegung

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 18. Mai 2020

Welche Community(ies) brauchen wir? Welche Bündnisse wünschen wir uns, welche Auseinandersetzungen müssen wir führen – jetzt und in Zukunft? Kurz, informativ und ohne Anfahrtswege präsentieren wir unsere Online-Seminarreihe zu Themen, die die Communities bewegen! Einen Auftakt macht am 28.5. Carolin Küppers mit dem Thema „Von Brave Spaces und Verbündet-sein!“ Wie können wir in lsbtiq/queeren Kontexten gut und solidarisch zusammenarbeiten? Wie schaffen wir Räume, in denen sich alle Mitglieder unserer Communities anerkannt und repräsentiert fühlen?

„Von Brave Spaces und Verbündet-sein!“

Do, 28.05.2020, 18-20 Uhr

Wie können wir in queeren Kontexten gut und solidarisch zusammenarbeiten, ohne Ausschlüsse zu produzieren oder  gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu reproduzieren? Diese Frage ist gerade im Zuge der zunehmenden Sichtbarkeit von Diversität und Diskriminierungserfahrungen von Menschen mit verschiedenen geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen hochaktuell. Eine Möglichkeit stellen hierfür die Konzepte des “Verbündet-Seins” und der „Brave Spaces“ dar. Verbündete sind Mitglieder einer privilegierten Gruppe, die sich aktiv solidarisch und unterstützend verhalten, um der Diskriminierung ausgegrenzter Gruppierungen entgegenzuwirken. Im Zentrum steht dabei eine Haltung, die allen Menschen Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen ermöglichen möchte, ohne dass dies einen direkten eigenen Vorteil verspricht. Das Konzept der „Brave Spaces“ ist in Weiterentwicklung der Forderung nach „Safer Spaces“ entstanden. Hier geht es darum anzuerkennen, dass wir in Räumen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Positionierungen zusammen kommen, Verletzungen manchmal nicht verhindern können. Die Idee ist stattdessen Räume zu schaffen in denen wir darauf vertrauen können, dass es die Bereitschaft und erprobte Formen dafür gibt, sich kollektiv mit diesen verletzenden Erfahrungen auseinanderzusetzen.

In diesem Webinar werden wir uns mit dem Verbündeten-Konzept und unseren jeweiligen Positionierungen in einem Gefüge von Ausgrenzung und Partizipation beschäftigen. Wir wollen diskutieren – soweit es das Format hergibt, wie über eine Haltung des Verbündet-Seins ein inklusives und solidarisches Miteinander, also ein „Brave Space“, gestaltet werden kann, in dem sich alle anerkannt und repräsentiert fühlen.

Aufgrund der zeitlichen und technischen Rahmenbedingungen steht eine Einführung in die jeweiligen Konzepte im Mittelpunkt des Webinars. In wiefern die Impulse im Anschluss vertieft diskutiert und mit in unsere Arbeit genommen werden können, hängt von den weiteren Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf Richtlinien für Bildungs- und Vernetzungsveranstaltungen offline, ab.

Referentin

Carolin Küppers ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Food for Justice“ an der FU Berlin und freiberufliche Trainerin in der politischen Bildungsarbeit mit Schwerpunkt auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt. Von 2015-2018 war sie Referentin für Bildung und Antidiskriminierung bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Interesse?

Zur Teilnahme schickt uns bitte bis 25.5. eine e-Mail an anmeldung@schwules-netzwerk.de
Das Seminar findet über Zoom statt, alle Teilnehmenden erhalten von uns einen Link und ein Passwort zur Teilnahme per e-Mail.

SCHLAU NRW sucht Honorarkraft für die Recherche von Fördermöglichkeiten für Lokalprojekte

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 5. Mai 2020

SCHLAU NRW sucht eine Person, die finanzielle Fördermöglichkeiten für die lsbtiaq* Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit der SCHLAU Lokalgruppen im Rahmen eines Honorarvertrags recherchiert, bewertet und dokumentiert.

Die ausführliche Ausschreibung ist hier zu finden.

Die Bewerbung ist bis zum 17.5.2020 formlos (unter kurzer Angabe von Referenzen und Kompetenzsen) an info@schlau.nrw möglich.