Die Trans*-Community in NRW zeigt Flagge

(SNW) | 9. November 2016 | Kategorie: Community

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Es ist vollbracht! Nach insgesamt zwei Jahren Vorarbeit und einem ersten großen Vernetzungstreffen Ende 2015 kamen Gruppen aus ganz NRW ihrer Absicht einen weiteren Schritt näher, künftig enger zusammen zu arbeiten und sich auf Landesebene zu vernetzen. Der Landesverband „Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW“ wurde am 30.10.2016 gegründet. Damit bekommt die Trans*-Community in NRW eine schlagkräftige gemeinsame Stimme.

Das Schwule Netzwerk NRW unterstützt die Trans*-Community bei diesem wichtigen Weg, indem die Geschäftsstelle Anträge für die Vernetzung und Verwaltung stellt und verwaltet. Zum August 2016 konnte für diese Arbeit Andrea Krieger als geringfügig Beschäftigte für die Trans*-Arbeit aus Mitteln des Emanzipationsministeriums eingestellt werden. Sie ist bereits seit einigen Jahren im SCHLAU NRW-Sprechendenteam und in der Trans*-Community in NRW aktiv. (mehr …)


Die GAY*COM 2016 steht im Zeichen gegen Rechts

(SNW) | 23. August 2016 | Kategorie: Community

photocase_kallejipp_HPZur GAY*COM am 8. Oktober 2016 treffen sich zum 13. Mal kommunalpolitische Vertreter_innen aus Nordrhein-Westfalen, um sich zur Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* in NRW auszutauschen. In diesem Jahr steht das Thema „Umgang mit rechten und menschenfeindlichen Parolen“ im Zentrum der Veranstaltung.

In den letzten Jahren hat sich unsere Gesellschaft verändert: Die gezielte Abwertung und Stigmatisierung von Menschen scheint immer öfter als zulässig hingenommen zu werden. Pegida, AfD, sogenannte „Besorgte Eltern“ und Co. benutzen wachsende Unsicherheiten in der Bevölkerung, indem sie durch Falschinformationen und Übertreibungen deren Ängste weiter schüren, um gegen die Sichtbarkeit und gegen Rechte von Minderheiten vorzugehen. Privatpersonen säen im vermeintlichen Schutze der Netzanonymität Hass und Zwietracht mit menschenverachtenden Postings und Kommentaren. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans* sind einerseits regelmäßig Opfer dieser Attacken. Andererseits werden sie als zu Schützende instrumentalisiert, wenn es um die „Bewahrung der abendländischen Kultur“ geht. (mehr …)


Ein Projekt für junge queere Geflüchtete geht an den Start

(SNW) | 19. August 2016 | Kategorie: Community

photocase_AllzweckJack_kleinDas Jugendministerium NRW fördert im Rahmen der Arbeit unserer LSBT*-Jugendfachstelle ein Projekt für queere Geflüchtete bis 27 Jahre. Deshalb können wir eine Fachkraft für das Thema befristet bis zum 31.12.2017 einstellen. Das Projekt sieht zudem vor, dass neben dieser fachlichen Begleitung und Vernetzung auch 6 – 7 lokale Projekte mit Personal- und Sachkosten gefördert werden sollen, die vor Ort Beratung und Gruppenarbeit für queere Geflüchtete Jugendliche anbieten. 

Lesbische, schwule, bisexuelle und trans* (LSBT*) Geflüchtete sind als besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppe anzusehen. Sie sind strukturellem und gesellschaftlichem Rassismus und Homosexuellen/Trans*feindlichkeit wie auch einer ausgrenzenden Asyl- und Ausländergesetzgebung ausgesetzt. Regelmäßig wird seitens der LSBT*-Beratungsangebote von gewalttätigen Übergriffen in Flüchtlingsunterkünften, besonders gegenüber jungen Trans*-Menschen, berichtet.  (mehr …)


Laudatio von Axel M. Hochrein auf Dirk Behmer zur Verleihung der Kompassnadel 2016

(SNW) | 2. Juli 2016 | Kategorie: Community

Heute zeichnete das Schwule Netzwerk NRW Dirk Behmer für seinen Einsatz im Outreach-Programm des DüsselCup mit der Kompassnadel für besonderes ehrenamtliches Engagement 2016 aus. Axel M. Hochrein, Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland sowie der Hirschfeld-Eddy-Stiftung hielt die Laudatio. Hier die schriftliche Version zum Nachlesen:  

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Axel M. Hochrein

“Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. Sport can awaken hope where there was previously only despair. “ Nelson Mandela | Laureus World Sports Awards 2000 in Monaco

„Sport hat die Kraft die Welt zu verändern“, sagte Nelson Mandela.

Und es gibt viele Bereiche, wo die Welt verändert werden muss. Wo wir Menschen eine Richtungsänderung vornehmen müssen, nicht nur für eine Welt die lebenswerter ist, sondern für eine Welt, die für alle Menschen dort lebenswert ist, wo sie zu Hause sind. Damit sie nicht von ihrem zuhause fliehen müssen, wegen Krieg, Hunger, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, der Religionszugehörigkeit oder weil sie schwul, lesbisch, trans* oder intersexuell sind. Und deswegen ihre Gefühle verstecken und sich verstellen müssen, wenn sie nicht gesellschaftlich geächtet, beleidigt oder verletzt werden wollen, wenn sie nicht riskieren wollen im Gefängnis zu landen, oder sogar vor der Todesstrafe fliehen müssen, die ihnen in 7 Ländern dieser Welt immer noch droht.  (mehr …)


Fachaustausch „LSBT* und Flucht“

(SNW) | 20. Juni 2016 | Kategorie: Community

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Einladung zum Fachaustausch „LSBT* und Flucht“

Freitag, 08. Juli 2016, 16:00 bis 20:00h
DGB-Haus: Hans-Böckler-Platz 1 | 50672 Köln 

Liebe Helfer*innen aus der Arbeit für und mit LSBT*-Geflüchteten,

herzlich laden wir Euch zu einem Fachaustausch ein. Ziel dieses Treffens ist der intensive Austausch über die Arbeit mit geflüchteten LSBT*-Menschen in NRW. Aus den gesammelten Erfahrungen, Wünschen, Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschlägen möchten wir ein maßgeschneidertes Qualifizierungsprogramm für ehrenamtlich Helfende erstellen. Dieses soll im Herbst 2016 durchgeführt werden.  (mehr …)


Heute werden wir 25 Jahre! Dazu im Interview: Gründungsmitglied Frank Siekmann

(SNW) | 15. Juni 2016 | Kategorie: 25 Jahre Netzwerk

SNW_JUBIAm 15. Juni 1991 wurde das Schwule Netzwerk NRW von Vertretern zahlreicher schwuler Gruppen und Initiativen in Dortmund gegründet. 60 Männer und eine Kollegin von Pro Familia Bochum nahmen laut Teilnahmeliste, die auf den Rückseiten von drei A4-Briefumschlägen (etwas anderes war gerade nicht zur Hand) festgehalten wurde, an dem Gründungstreffen teil. 36 davon beschlossen als Vertreter ihrer entsendenden Gruppen mit der Unterzeichnung der Satzung den Aufbau eines gemeinsamen Landesverbandes.

Frank Siekmann war einer von ihnen. Er nahm als Vertreter der „Schwusos und Andere Dortmund“ an der Gründungsversammlung teil und unterzeichnete die Satzung mit. Auch heute ist er noch in der Dortmunder Community sehr aktiv. Wir haben ihn zum Anlass unseres Geburtstags interviewt.

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Schwule Gesundheitspolitik – ein Zukunftsthema für die Community?

(SNW) | 21. März 2016 | Kategorie: 25 Jahre Netzwerk

wie bist du denn„Diagnose: Homosexualität?!“ – Die Frage, ob und warum Gesundheitspolitik neben HIV und AIDS auch ein schwules Politikfeld ist, wird uns in der Zukunft zunehmend beschäftigen. Mit der Forschung zu Frauen- und Männergesundheit wird auch die Frage aufgeworfen, inwiefern die sexuelle Identität und die Lebenssituationen von Schwulen Einfluss auf die individuelle Gesundheit haben. Das Thema hat eine lange Tradition und wurde sogar von den „Besorgten Eltern“ erkannt. Wird es in Zukunft also wieder öfter heißen: Diagnose Homosexualität?

Christian Naumann, Vorstandsmitglied des Schwulen Netzwerks NRW, greift diese Frage in seinem Beitrag auf.

Bis 1992 war Homosexualität ein klassifiziertes Krankheitsbild im internationalen Katalog der Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Transsexualität ist es bis heute. Intersexuelle sind immer noch medizinischer Gewalt ausgesetzt. Die medizinische Gewalt an Schwulen wurde bis heute nicht aufgearbeitet oder entschädigt. Seitdem hat sich dennoch viel verändert. Mit der schwulen Gesundheit ist ein eigenes Forschungsfeld entstanden, das die charakteristischen Merkmale der Gesundheit von schwulen Männern untersucht. Es reiht sich ein in die Debatten um Frauen- und Männergesundheit und befördert somit die Perspektiven auf einen Gesundheitsbegriff unter Berücksichtigung der sexuellen Identität. Sowohl soziale als auch psychische Bedingungen sind Mittelpunkt zahlreicher Studien über schwule Männer und bilden viele Puzzle-Teile, die die schwule Gesundheit zusammensetzen. (mehr …)