Fachaustausch LSBT-Flüchtlinge in NRW

(SNW) | 14. Oktober 2015 | Kategorie: Community

man's hand holding a passport as a paper airplane over a barbedIn Nordrhein-Westfalen kommen viele Menschen an, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimatländer verlassen mussten. Das Land NRW mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfer_innen tut viel, um den ankommenden Menschen Raum, Unterstützung und Hoffnung zu geben. Immer wieder berichten uns Gruppen und Einzelpersonen von lesbischen, schwulen und trans* Flüchtlingen, die bei ihnen Rat und Hilfe suchen.

Deshalb möchten wir, die Landesverbände LAG Lesben in NRW, Schwules Netzwerk NRW, LSVD NRW und Aidshilfe NRW zu einem Austausch über die aktuelle Situation von LSBT-Flüchtlingen einladen. Wir möchten gezielt die Gruppen, Organisationen und Menschen ansprechen, die sich bereits mit LSBT-Flüchtlingen beschäftigen.

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Die GAYCOM 2015 in Münster

(SNW) | 19. August 2015 | Kategorie: Community

Mappe GayComZur GAYCOM 2015 treffen sich am 24. Okober 2015 zum zwölften Mal kommunalpolitische Vertreter_innen aus Nordrhein-Westfalen, um sich zur Politik für Lesben und Schwule in NRW auszutauschen. In diesem Jahr steht das Thema „Kommunale Zusammenarbeit von schwul/lesbischen Communities mit der Polizei“ im Zentrum der Veranstaltung.

Wir freuen uns sehr, dass der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Herr Markus Lewe, in diesem Jahr ins Rathaus einlädt. Damit reiht sich die Stadt Münster in die Tradition von Köln, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Bielefeld, Duisburg und Wuppertal ein, die bereits diesen lesbisch/schwulen Städtetag ausgerichtet haben. Das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben in NRW übernehmen gemeinsam die Koordination dieses Vernetzungstreffens, zu dem wir alle kommunalen Mitwirkenden aus Vereinen, Politik, Räten und Verwaltung sowie weitere Akteur_innen der regionalen und landesweiten Politik für Lesben und Schwule einladen.  (mehr …)


Gesucht: Schwule Orte in NRW

(SNW) | 17. August 2015 | Kategorie: Community

Brick Wall RainbowDas Schwule Netzwerk NRW wird im nächsten Jahr 25 Jahre alt. Dieses Jubiläum wollen wir dreifach begehen: mit einer Gala in der Kölner Flora, mit einer Fachtagung – und mit der Entdeckung von “Schwulen Orten in NRW”. Mit dem Projekt wollen wir Orte sichtbar machen, an denen schwules Leben in Nordrhein-Westfalen stattgefunden hat und heute noch stattfindet. Diese Orte können unterschiedlichen Charakter haben, es eint sie ein jeweils persönlicher Bezug, eine Anekdote, Geschichte oder etwas übers Hörensagen erfahrenes des Menschen, der den Ort als “schwul” benennt. Deshalb seid ihr gefragt: Beschreibt uns eure schwulen Orte und Geschichten!

Was ist ein “Schwuler Ort”?

Der “Schwule Ort”, den wir suchen, steht – zumindest in der Regel – in keinem Lexikon und keinem Register. Er ist ein ganz persönlicher Ort – unser Ort, dein Ort, mein Ort. Ein Ort, der mit einer schwulen Geschichte verbunden ist: Wo mir jemand begegnet ist, der für mein schwules Leben Vorbild geworden ist. Wo jemand lebt (oder gelebt hat), der sich für das schwule Leben in meiner Stadt verdient gemacht hat. Wo meine Stadt mir zeigt, dass ich mich hier zu Hause fühlen darf. Wo Schwule deutlich gemacht haben, dass sie für ihre Rechte kämpfen. Wo ich stolz bin. Und so weiter …

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Grußwort zum CSD-Empfang 2015

(SNW) | 4. Juli 2015 | Kategorie: Community

 

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Das Programmheft gibt es hier als PDF.

Heute findet zum 22. Mal der CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW statt, der seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW ausgerichtet wird. Im Programmheft begrüßen Steffen Schwab (Landesvorsitzender des Schwulen Netzwerks NRW) und Arne Kayser (Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW) für die Vorstände der Landesverbände die Gäste mit deutlichen Worten zur aktuellen politischen Themen:

Wir, das Schwule Netzwerk NRW und die Aidshilfe NRW, grüßen die Teilnehmer_innen und Veranstalter_innen der CSDs und Straßenfeste in den Städten Nordrhein-Westfalens!

Alle reden von Irland: Dort hat das Volk abgestimmt und die Ehe für alle geöffnet. In Deutschland ist dieses Referendum Anlass für eine neue, engagiert geführte Diskussion geworden. Schwule sollen Schwule, Lesben sollen Lesben heiraten dürfen. Diese Forderung begründen wir mit unserem Anspruch auf gleiche Rechte. Wir vergessen darüber aber nicht, dass wir mehr wollen: den Respekt und die Anerkennung für unsere Vielfalt von Lebensformen und Verantwortungsgemeinschaften, die sich in viel mehr als nur einem personenstandsrechtlichen Institut ausdrückt.  (mehr …)


Mehr Aufklärung wagen!

(SNW) | 4. Juli 2015 | Kategorie: Community

SchLAu_KLuST_Info_2015“Vielfalt: lehren, lernen, leben” ist das diesjährige Motte des ColognePride. Die Organisator_innen vom Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) wollen Betroffene und Öffentlichkeit für das Thema “Homo- und Transphobie in Schule und Ausbildung” sensibilisieren. Sie wollen zu Diskussionen und Mitarbeit beim ColognePride und darüber hinaus anregen. Mit SchLAu NRW, der schwul, lesbisch, bi, trans* Aufklärung – in Trägerschaft des Schwulen Netzwerks NRW – hat sich der KLuSt dazu eng ausgetauscht. Ein Infoblatt mit aktuellen Forderungen wurde der Pressemappe zum ColognePride beigelegt (siehe Grafik).

Benjamin Kinkel, Landeskoordinator von SchLAu NRW, kommentiert die aktuelle Situation: 

Menschen gehen gegen Aufklärung (wie die von SchLAu) deutschlandweit auf die Straße. Mitte Juni waren es in Stuttgart 4.000 „besorgte Eltern“. Im Gepäck hatten sie fadenscheinige, ja unwissenschaftliche Behauptungen: Ziel von Aufklärung sei Heterosexualität abzuwerten, Jugendliche umzuerziehen oder zu sexualisieren. Und natürlich sollen die Geschlechter von Frau und Mann abgeschafft werden. Wir alle wissen, dass das Unsinn ist. (mehr …)


Vom Stigma zur Bewegung

(SNW) | 3. Juli 2015 | Kategorie: ARCUS

Foto2_Menschen_MahnmalIn diesem Jahr zeichnet das Schwule Netzwerk NRW Michael Jähme aus Köln mit dem Preis DIE KOMPASSNADEL für sein besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Michael Jähme dokumentiert Biografien schwuler Männer im Rahmen des ARCUS-Zeitzeug_innenprojektes. Festgehalten werden Lebenserfahrungen von Menschen, denen eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit durch Staat und Gesellschaft verwehrt wurde.

Diese Arbeit wird durch eine Initiative der ARCUS-Stiftung und des PRIDE Salon, Köln tatkräftig unterstützt. Mit der Produktion und dem Verkauf von ROSA und SCHWARZEN WINKELN tragen sie nicht nur zur finanziellen Unterstützung des Projektes bei, sie halten auch einen wichtigen Aspekt lesbisch/schwuler Geschichte in Erinnerung.

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Gemeinsam Erinnern – gemeinsam Handeln

(SNW) | 4. Februar 2015 | Kategorie: ARCUS

Anne1Seit 1996 ist der 27. Januar der deutsche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 durch die Sowjetarmee. Im Jahr 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen sogar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt. Er ist ein Gedenktag für ALLE Opfer des Nationalsozialismus. Es ist aber immer noch für viele eine Frage: Wurden und werden lesbische Frauen verfolgt, waren auch sie Opfer des NS-Terrorregimes? Anne Simon ging in ihrer Rede zur Gedenkveranstaltung 2015 am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen, den schwulen und lesbischen Opfern des Nationalsozialismus“ im Kölner Rheingarten auf diese Frage ein. Hier ist ihre Rede nochmal zum Nachlesen: 

Die Situation lesbischer Frauen wird regelhaft an der Situation schwuler Männer gemessen und in diesem Vergleich als nachrangig bewertet, wie wir an den Auseinandersetzungen um das Berliner Mahnmal und die Gedenktafel im KZ Ravensbrück nachverfolgen können! Dass von einer NS-Verfolgung lesbischer Frauen gesprochen werden kann, darüber besteht keineswegs Einigkeit. Schlagzeile bei queer.de am 04.01.2013: „Keine Gedenktafel für lesbische Frauen in Ravensbrück – Verfolgung nicht bewiesen“. Und die nachfolgenden User-Kommentare lassen jegliche anspruchsvolle Diskussion einer gemeinsamen lesbisch-schwuler Politik vermissen. Teil einer solchen angemessenen Diskussion wäre es, die Verfolgungsgründe sozial und sexuell unangepasster Frauen im „Dritten Reich“ ebenso wie die Homophobie in der Erinnerungsgeschichte Ravensbrücks zu erforschen und wahrzunehmen.  (mehr …)