Grußwort zum CSD-Empfang 2015

(SNW) | 4. Juli 2015 | Kategorie: Community

 

Seiten aus _programm_csd_empfang_2015_boegen_klein

Das Programmheft gibt es hier als PDF.

Heute findet zum 22. Mal der CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW statt, der seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW ausgerichtet wird. Im Programmheft begrüßen Steffen Schwab (Landesvorsitzender des Schwulen Netzwerks NRW) und Arne Kayser (Landesvorsitzender der Aidshilfe NRW) für die Vorstände der Landesverbände die Gäste mit deutlichen Worten zur aktuellen politischen Themen:

Wir, das Schwule Netzwerk NRW und die Aidshilfe NRW, grüßen die Teilnehmer_innen und Veranstalter_innen der CSDs und Straßenfeste in den Städten Nordrhein-Westfalens!

Alle reden von Irland: Dort hat das Volk abgestimmt und die Ehe für alle geöffnet. In Deutschland ist dieses Referendum Anlass für eine neue, engagiert geführte Diskussion geworden. Schwule sollen Schwule, Lesben sollen Lesben heiraten dürfen. Diese Forderung begründen wir mit unserem Anspruch auf gleiche Rechte. Wir vergessen darüber aber nicht, dass wir mehr wollen: den Respekt und die Anerkennung für unsere Vielfalt von Lebensformen und Verantwortungsgemeinschaften, die sich in viel mehr als nur einem personenstandsrechtlichen Institut ausdrückt.  (mehr …)


Mehr Aufklärung wagen!

(SNW) | 4. Juli 2015 | Kategorie: Community

SchLAu_KLuST_Info_2015“Vielfalt: lehren, lernen, leben” ist das diesjährige Motte des ColognePride. Die Organisator_innen vom Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) wollen Betroffene und Öffentlichkeit für das Thema “Homo- und Transphobie in Schule und Ausbildung” sensibilisieren. Sie wollen zu Diskussionen und Mitarbeit beim ColognePride und darüber hinaus anregen. Mit SchLAu NRW, der schwul, lesbisch, bi, trans* Aufklärung – in Trägerschaft des Schwulen Netzwerks NRW – hat sich der KLuSt dazu eng ausgetauscht. Ein Infoblatt mit aktuellen Forderungen wurde der Pressemappe zum ColognePride beigelegt (siehe Grafik).

Benjamin Kinkel, Landeskoordinator von SchLAu NRW, kommentiert die aktuelle Situation: 

Menschen gehen gegen Aufklärung (wie die von SchLAu) deutschlandweit auf die Straße. Mitte Juni waren es in Stuttgart 4.000 „besorgte Eltern“. Im Gepäck hatten sie fadenscheinige, ja unwissenschaftliche Behauptungen: Ziel von Aufklärung sei Heterosexualität abzuwerten, Jugendliche umzuerziehen oder zu sexualisieren. Und natürlich sollen die Geschlechter von Frau und Mann abgeschafft werden. Wir alle wissen, dass das Unsinn ist. (mehr …)


Vom Stigma zur Bewegung

(SNW) | 3. Juli 2015 | Kategorie: ARCUS

Foto2_Menschen_MahnmalIn diesem Jahr zeichnet das Schwule Netzwerk NRW Michael Jähme aus Köln mit dem Preis DIE KOMPASSNADEL für sein besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Michael Jähme dokumentiert Biografien schwuler Männer im Rahmen des ARCUS-Zeitzeug_innenprojektes. Festgehalten werden Lebenserfahrungen von Menschen, denen eine freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit durch Staat und Gesellschaft verwehrt wurde.

Diese Arbeit wird durch eine Initiative der ARCUS-Stiftung und des PRIDE Salon, Köln tatkräftig unterstützt. Mit der Produktion und dem Verkauf von ROSA und SCHWARZEN WINKELN tragen sie nicht nur zur finanziellen Unterstützung des Projektes bei, sie halten auch einen wichtigen Aspekt lesbisch/schwuler Geschichte in Erinnerung.

(mehr …)


Gemeinsam Erinnern – gemeinsam Handeln

(SNW) | 4. Februar 2015 | Kategorie: ARCUS

Anne1Seit 1996 ist der 27. Januar der deutsche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Anlass ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 durch die Sowjetarmee. Im Jahr 2005 wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen sogar zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ erklärt. Er ist ein Gedenktag für ALLE Opfer des Nationalsozialismus. Es ist aber immer noch für viele eine Frage: Wurden und werden lesbische Frauen verfolgt, waren auch sie Opfer des NS-Terrorregimes? Anne Simon ging in ihrer Rede zur Gedenkveranstaltung 2015 am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen, den schwulen und lesbischen Opfern des Nationalsozialismus“ im Kölner Rheingarten auf diese Frage ein. Hier ist ihre Rede nochmal zum Nachlesen: 

Die Situation lesbischer Frauen wird regelhaft an der Situation schwuler Männer gemessen und in diesem Vergleich als nachrangig bewertet, wie wir an den Auseinandersetzungen um das Berliner Mahnmal und die Gedenktafel im KZ Ravensbrück nachverfolgen können! Dass von einer NS-Verfolgung lesbischer Frauen gesprochen werden kann, darüber besteht keineswegs Einigkeit. Schlagzeile bei queer.de am 04.01.2013: „Keine Gedenktafel für lesbische Frauen in Ravensbrück – Verfolgung nicht bewiesen“. Und die nachfolgenden User-Kommentare lassen jegliche anspruchsvolle Diskussion einer gemeinsamen lesbisch-schwuler Politik vermissen. Teil einer solchen angemessenen Diskussion wäre es, die Verfolgungsgründe sozial und sexuell unangepasster Frauen im „Dritten Reich“ ebenso wie die Homophobie in der Erinnerungsgeschichte Ravensbrücks zu erforschen und wahrzunehmen.  (mehr …)


Unser Neujahrsempfang 2015

(SNW) | 20. Januar 2015 | Kategorie: ARCUS

Steffen1Am 16. Januar 2015 fand der alljährliche Neujahrsempfang des Schwulen Netzwerks NRW statt – zum zweiten Mal in den Räumen des DBG-Hauses in Köln. Über 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Mitgliedsgruppen und befreundeten Organisationen waren gekommen, um sich über die Arbeit von Lesben, Schwulen und Trans* in NRW auszutauschen. Vor dem geselligen Beisammensein, das für unseren Verband traditionell die Zusammenarbeit für das neue Jahr einläutet, ging der Landesvorsitzende Steffen Schwab in einer Rede auf die vergangenen und kommenden Ereignisse des Jahreswechsels ein, bevor er die gespannt erwarteten Preisträger der Kompassnadel 2015 bekannt gab. Vorab begrüßte er die Anwesenden. 

Unter den Gästen waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Ingrid Hack, Lisa Steinmann, Andrea Asch, Josefine Paul und Arndt Klocke. Aus der Kölner Politik waren vertreten: Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeister Andreas Wolter, die Stadtverordneten Svenja Rabenstein und Ralph Sterck sowie Sozialdezernentin Henriette Reker. Zudem konnte Steffen Schwab in seiner Begrüßung die Vorstände, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Aidshilfe, der Aidshilfe NRW, der ARCUS Stiftung, der LAG Lesben und des LSVD NRW willkommen heißen. 

(mehr …)


Anti-Gewalt-Arbeit in NRW

(SNW) | 28. November 2014 | Kategorie: Community

AleksejDie Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen ist seit Mai 2014 mit Aleksej Urev (34) besetzt. Der Diplom-Sozialpädagoge und –Sozialarbeiter hat die Aufgaben der koordinierenden Fachstelle übernommen. Zu Aleksej Urevs Arbeit gehören die Vernetzung und Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule sowie die fachliche Begleitung von Beratungsangeboten. Zudem ist eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu Diskriminierung und Gewalt in Bezug auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen Teil seiner Aufgaben. Er hat für uns Ergebnisse der Arbeit in Bezug auf Schwule und bisexuelle Männer zusammengefasst. (mehr …)


Rede von Steffen Schwab zum CSD-Empfang 2014

(SNW) | 28. Juli 2014 | Kategorie: Community

FotoSchluss2Der 21. CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW fand am 5. Juli 2014 mit fast 700 Gästen im Kölner Gürzenich statt. Das Schwule Netzwerk verlieh dabei die KOMPASSNADEL an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie an Wulf Thomas, Aktivist aus Duisburg.

Steffen Schwab, Vorstandsvorsitzender des Schwulen Netzwerks, hielt die Festrede. Er ging dabei auf die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situationen von Schwulen und Lesben in Deutschland ein. Die Rede gibt es hier zum Nachlesen.  (mehr …)