REDEN ZUM GEDENKEN AN DIE LESBISCHEN UND SCHWULEN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS 2019

(SNW) | 29. Januar 2019 | Kategorie: ARCUS

Auch 2019 luden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Regenbogen in ver.di Köln legten am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalten das Gedenken musikalisch.

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. und Vorstand der ARCUS-Stiftung begrüßte die zahlreichen Teilnehmenden. Wilhelm Kutsch (Vorsitzender Förderverein Centrum Schwule Geschichte, Köln) hielt die Gedenkrede:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen, liebe Freunde, verehrte Anwesende,

“TOTGESCHLAGEN – TOTGESCHWIEGEN“ „DEN SCHWULEN UND LESBISCHEN OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS”

Mit dieser in Stein gemeißelten Inschrift wurde bewusst nicht zwischen Erleiden, Demütigung, Erniedrigung, Verhöhnung oder Mord unterschieden, ebenso nicht zwischen den verschiedenen Geschlechtern, oder Opfergruppen. Seit nun mehr als 24 Jahren gedenken wir an diesem Denkmal, bestehend aus einem rosa Winkelblock, zwischen zwei grauen Blöcken ein gezwängt, als Symbol der Verfolgung, der Unterdrückung und Ermordung der lesbischen Frauen und schwulen Männer Kölns. (mehr …)


Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus

(SNW) | 4. Januar 2019 | Kategorie: ARCUS

27. Januar 2019, 17:00 Uhr

Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Vertreter_innen der LAG Lesben in NRW, des Schwulen Netzwerks NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Regenbogen in ver.di Köln laden dazu ein, am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen niederzulegen.

Lesbische Frauen und schwule Männer mussten im Dritten Reich ihre sexuelle Orientierung verbergen und sich verstellen. Viele wurden totgeschlagen, ihr Schicksal lange Zeit totgeschwiegen.  (mehr …)


Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt – Zeitzeug_innen erinnern sich

(SNW) | 20. Februar 2018 | Kategorie: ARCUS

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Nach mehreren Jahren harter Arbeit konnte Ende Januar ein Projekt der ARCUS-Stiftung zur Dokumentation der Erinnerungen von sechs Lesben, Schwulen und Trans* abgeschlossen werden. Wir danken dem Team des Zeitzeug_innenprojekts ganz herzlich für ihre großartige Arbeit! Auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der LAG Lesben in NRW und dem Schwulen Netzwerk NRW wurde am 27. Januar 2018 in Düsseldorf der Kurzfilm “Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt” den Gästen erstmals vorgestellt. Ebenso wurde eine Begleitbroschüre, die im Rahmen der Schriftenreihe der beiden Landesverbände erschienen ist, präsentiert. Hier gibt es nun den Kurzfilm und die Broschüre online zum Anschauen und Lesen!

Das von der ARCUS-Stiftung initiierte Zeitzeug_innen-Projekt konnte exemplarisch die Lebenserfahrungen von Menschen erfassen, denen ein selbstbestimmtes und freies Leben aufgrund einer heteronormativen Moral und gesellschaftlichen Situation kaum bzw. unmöglich war. Am 22. Juli 2017 trat das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen nach den §§ 175/175a StGB und 151 StGB-DDR in Kraft. Das strafrechtliche Verbot einvernehmlicher homosexueller Handlungen und die daraus resultierende Strafverfolgung sind nach heutigem Verständnis in besonderem Maße grundrechts- und menschenrechtswidrig.  (mehr …)


REDEN ZUM GEDENKEN AN DIE LESBISCHEN UND SCHWULEN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS 2017

(SNW) | 27. Januar 2017 | Kategorie: ARCUS

Mahnmal2017_1Auch 2017 luden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Leben Schwule Bisexuelle Transgender und Intersexuelle in ver.di Köln legen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. und Vorstand der ARCUS-Stiftung sowie Reinhard Klenke, Vorstand der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS e.V.) hielten die Gedenkreden.

Marlis Bredehorst:

Seit der Einweihung dieses Mahnmals erinnern wir gemeinsam an die lesbischen und schwulen, an die trans und queeren Opfer des Nationalsozialismus. Wir tun dies regelmäßig am 27. Januar, dem gesetzlich verankerten Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des zweiten Weltkriegs. Die Vereinten Nationen erklärten 2005 diesen Tag zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Im Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten finde ich es absolut unverständlich, dass die NPD nicht verboten wurde. (mehr …)


Urteilen und verurteilt werden

(SNW) | 3. Januar 2017 | Kategorie: Geschichte

auschwitzQueere Jugendliche aus NRW nahmen vom 18. bis 23. Oktober 2016 an einer Gedenkstättenfahrt der Queeren Jugend NRW nach Krakau und Auschwitz teil, die von der Fachstelle Queere Jugend NRW des Schwulen Netzwerks NRW zusammen mit Jugendgruppenleitungen organisiert wurde. Cimara Witte, 20 Jahre alt, hat ihre Erfahrungen und Eindrücke in einem Bericht festgehalten. Cimara absolviert derzeit nach ihrem Abitur einen Bundesfreiwilligendienst im Internationalen Begegnungszentrum der Caritas in Wuppertal. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne mit Geschichte und engagiert sich für die queere Jugendgruppe BJ in Wuppertal sowie für Amnesty International.

Kälte, Schmutz und Armut. Das sind wohl Dinge, die viele Menschen mit Polen verbinden, wenn sie noch nicht da gewesen sind. Freundlichkeit, Schönheit und gutes Essen. Das sind die Dinge die ich unter anderem mitgenommen habe nachdem ich zusammen mit der Fachstelle der Queeren Jugend NRW sechs Tage in Polen verbracht habe. (mehr …)


Rede zum Gedenken an die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus

(SNW) | 27. Januar 2016 | Kategorie: ARCUS

Mahnmal_1Jährlich laden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Leben Schwule Bisexuelle Transgender und Intersexuelle in ver.di Köln legen am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalen das Gedenken musikalisch.

Markus Johannes, Landesgeschäftsführer des Schwulen Netzwerks NRW und stellv. Vorstandsvorsitzender der ARCUS-Stiftung hielt am 27. Januar 2016 die Gedenkrede:

Liebe Freundinnen und Freunde,

heute möchte ich den Tag nutzen, um über das Thema Flucht zu sprechen. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich meine Gedanken dazu für eine Rede ordnen kann. Bundespräsident Joachim Gauck hat mir dabei mit seiner Rede zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung, die er in Berlin am 20. Juni 2015 gehalten hatte, sehr geholfen. An diesem Tag beginn Deutschland zum ersten Mal offiziell den internationalen Weltflüchtlingstag, wie er bereits vor fünfzehn Jahren von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde.  (mehr …)


Gesucht: Schwule Orte in NRW

(SNW) | 17. August 2015 | Kategorie: Community

Brick Wall RainbowDas Schwule Netzwerk NRW wird im nächsten Jahr 25 Jahre alt. Dieses Jubiläum wollen wir dreifach begehen: mit einer Gala in der Kölner Flora, mit einer Fachtagung – und mit der Entdeckung von “Schwulen Orten in NRW”. Mit dem Projekt wollen wir Orte sichtbar machen, an denen schwules Leben in Nordrhein-Westfalen stattgefunden hat und heute noch stattfindet. Diese Orte können unterschiedlichen Charakter haben, es eint sie ein jeweils persönlicher Bezug, eine Anekdote, Geschichte oder etwas übers Hörensagen erfahrenes des Menschen, der den Ort als “schwul” benennt. Deshalb seid ihr gefragt: Beschreibt uns eure schwulen Orte und Geschichten!

Was ist ein “Schwuler Ort”?

Der “Schwule Ort”, den wir suchen, steht – zumindest in der Regel – in keinem Lexikon und keinem Register. Er ist ein ganz persönlicher Ort – unser Ort, dein Ort, mein Ort. Ein Ort, der mit einer schwulen Geschichte verbunden ist: Wo mir jemand begegnet ist, der für mein schwules Leben Vorbild geworden ist. Wo jemand lebt (oder gelebt hat), der sich für das schwule Leben in meiner Stadt verdient gemacht hat. Wo meine Stadt mir zeigt, dass ich mich hier zu Hause fühlen darf. Wo Schwule deutlich gemacht haben, dass sie für ihre Rechte kämpfen. Wo ich stolz bin. Und so weiter …

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