Trauer um Manfred Bruns

(SNW) | 23. Oktober 2019 | Kategorie: Community

Wir trauern um den am Dienstag verstorbenen Preisträger der Kompassnadel Manfred Bruns. Manfred Bruns war lange Jahre Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) und prägte maßgeblich die deutschen Emanzipationsbewegungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*). Mit seinem Engagement setzte sich der Bundesanwalt a.D. konsequent und über mehrere Jahrzehnte für die Abschaffung von Unrecht und Diskriminierung sowie für die Akzeptanz und Gleichstellung von LSBTI* ein.

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ColognePride Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

(SNW) | 1. Juli 2019 | Kategorie: Community

Wie in jedem Jahr nehmen die Projekte und Fachstellen des Schwulen Netzwerks NRW an der Demonstration zum ColognePride am 7. Juli 2019 teil.

Fachstelle #MehrAlsQueer

Mit dem Motto “Unity, Community, Solidarity” richtet sich die Fußgruppe der Fachstelle #MehrAlsQueer an Queers of Color, Schwarze Queers und Queers mit Fluchterfahrung. Menschen, die nicht von Rassismus betroffen sind, dürfen sich gerne solidarisieren. Die Forderung: Eine solidarische Community, die anti-rassistisch, transinklusiv und barrierearm ist! Die Fußgruppe startet auf Platz 11.


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Förderausschreibung

(SNW) | 12. März 2019 | Kategorie: Community

Projektfonds zur Förderung der Selbstorganisation und Sichtbarkeit von LSBTIQ* of Color/ mit Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung in Nordrhein-Westfalen

Das Schwule Netzwerk NRW e.V. möchte lokale Gruppen und Initiativen stärken, die sich im Bereich Empowerment und Vernetzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren (lsbtiq*) Menschen of Color und LSBTIQ* mit Fluchterfahrung engagieren. Förderfähig sind Projekte innerhalb Nordrhein-Westfalens.

Weitere Informationen findet ihr in der Förderausschreibung:

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen sowie die Projektantragsformulare, erhaltet ihr per Mail unter initiativtopf@schwules-netzwerk.de


REDEN ZUM GEDENKEN AN DIE LESBISCHEN UND SCHWULEN OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS 2019

(SNW) | 29. Januar 2019 | Kategorie: ARCUS

Auch 2019 luden am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die Landesverbände zum Gedenken an die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus ein. Vertreter_innen des Schwulen Netzwerks NRW, der LAG Lesben in NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des Arbeitskreises Regenbogen in ver.di Köln legten am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen nieder. Die Zauberflöten untermalten das Gedenken musikalisch.

Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. und Vorstand der ARCUS-Stiftung begrüßte die zahlreichen Teilnehmenden. Wilhelm Kutsch (Vorsitzender Förderverein Centrum Schwule Geschichte, Köln) hielt die Gedenkrede:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen, liebe Freunde, verehrte Anwesende,

“TOTGESCHLAGEN – TOTGESCHWIEGEN“ „DEN SCHWULEN UND LESBISCHEN OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS”

Mit dieser in Stein gemeißelten Inschrift wurde bewusst nicht zwischen Erleiden, Demütigung, Erniedrigung, Verhöhnung oder Mord unterschieden, ebenso nicht zwischen den verschiedenen Geschlechtern, oder Opfergruppen. Seit nun mehr als 24 Jahren gedenken wir an diesem Denkmal, bestehend aus einem rosa Winkelblock, zwischen zwei grauen Blöcken ein gezwängt, als Symbol der Verfolgung, der Unterdrückung und Ermordung der lesbischen Frauen und schwulen Männer Kölns. (mehr …)


LSBTIQ*-Fach- und Beratungsstellen nehmen die Anhörung von LSBTIQ*-Geflüchteten in den Blick

(SNW) | 11. Oktober 2018 | Kategorie: Community

• Projektbericht wertet 51 Fragebögen zu Erfahrungen mit der Anhörung von LSBTIQ*-Geflüchteten aus

• LSBTIQ*-Geflüchtete berichten von Diskriminierung während der Anhörung

• Personen, die zur Anhörung begleitet und im Vorfeld beraten werden, sind im Asylverfahren deutlich erfolgreicher
 

Im August 2018 wurden Ablehnungsbescheide gegenüber homosexuellen Asylsuchenden in Österreich und Deutschland bekannt, die vor allem durch ihre Begründungen Irritation und Unmut in der Öffentlichkeit auslösten: Die Asylsuchenden würden sich nicht offensichtlich homosexuell verhalten und könnten somit ihre Sexualität und ihren Fluchtgrund nicht eindeutig nachweisen. (mehr …)


Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt – Zeitzeug_innen erinnern sich

(SNW) | 20. Februar 2018 | Kategorie: ARCUS

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Nach mehreren Jahren harter Arbeit konnte Ende Januar ein Projekt der ARCUS-Stiftung zur Dokumentation der Erinnerungen von sechs Lesben, Schwulen und Trans* abgeschlossen werden. Wir danken dem Team des Zeitzeug_innenprojekts ganz herzlich für ihre großartige Arbeit! Auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der LAG Lesben in NRW und dem Schwulen Netzwerk NRW wurde am 27. Januar 2018 in Düsseldorf der Kurzfilm “Ich habe gedacht, wir sind die Einzigen auf der ganzen Welt” den Gästen erstmals vorgestellt. Ebenso wurde eine Begleitbroschüre, die im Rahmen der Schriftenreihe der beiden Landesverbände erschienen ist, präsentiert. Hier gibt es nun den Kurzfilm und die Broschüre online zum Anschauen und Lesen!

Das von der ARCUS-Stiftung initiierte Zeitzeug_innen-Projekt konnte exemplarisch die Lebenserfahrungen von Menschen erfassen, denen ein selbstbestimmtes und freies Leben aufgrund einer heteronormativen Moral und gesellschaftlichen Situation kaum bzw. unmöglich war. Am 22. Juli 2017 trat das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen nach den §§ 175/175a StGB und 151 StGB-DDR in Kraft. Das strafrechtliche Verbot einvernehmlicher homosexueller Handlungen und die daraus resultierende Strafverfolgung sind nach heutigem Verständnis in besonderem Maße grundrechts- und menschenrechtswidrig.  (mehr …)


„Wir gewinnen, wenn wir uns mit Rassismus auseinandersetzen“

(SNW) | 2. Februar 2017 | Kategorie: Community


20170128_123509_webAm 28. Januar fand in Bochum der Fachtag „Eine Community für alle?! – Rassismus-Erfahrungen und LSBTIQ*“ statt. Rund 140 Menschen trafen sich im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer und sprachen über die unsichere Situation geflüchteter LSBTIQ*, rassistische Ausgrenzungen innerhalb der Gemeinschaften von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queers (LSBTIQ*) sowie über die Gefahren des Rechtspopulismus der AfD und mögliche Gegenstrategien.

Der Fachtag stand unter dem Stern der kritischen Selbstreflexion. So fasst Saideh Saadat-Lendle (LesMigraS), eine der Vortragenden, ein Ergebnis des Tages treffend zusammen: „Die Mehrheit unserer Community leidet unter Mehrfachdiskriminierung aufgrund von Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Trans*feindlichkeit, Armut, Behinderung und weiteren Aspekten. Wir werden viel gewinnen, wenn wir uns damit auseinandersetzen. Unsere Community hat emanzipatorische Ansprüche, deswegen wird es uns gut tun, dem auch tatsächlich gerecht zu werden. Es ist an der Zeit, sich als queere Community ernsthaft damit auseinanderzusetzen, nicht nur in Worten, sondern tatsächlich Strategien gegen Mehrfachdiskriminierung zu entwickeln und umzusetzen.“ (mehr …)