Wir machen mal was mit Medien …

(SNW) | 19. Dezember 2014 | Kategorie: Gesellschaft

logoDie Forderung ist so alt wie unsere schwul/lesbische Emanzipationsbewegung selbst: Lesben und Schwule sollen in den Medienräten vertreten sein, um ihre Interessen dort ebenso wie Glaubensgemeinschaften, Gewerkschaften und andere gesellschaftliche Gruppen einbringen zu können. Nach über 30 Jahren ist nun erstmals der Schritt gelungen. Am 18. Dezember 2014 fand die Abstimmung zur “Entsendung von fünf Mitgliedern durch gesellschaftlich relevante Gruppen in die Medienkommission der Landesanstalt für Medien durch den Landtag NRW gemäß § 93 Absatz 4 Landesmediengesetz NRW” statt. Die LAG Lesben in NRW und das Schwule Netzwerk NRW haben sich gemeinsam für einen Sitz und Stellvertreter-Sitz beworben – und wurden ausgewählt! 

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Anti-Gewalt-Arbeit in NRW

(SNW) | 28. November 2014 | Kategorie: Community

AleksejDie Landeskoordination der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen ist seit Mai 2014 mit Aleksej Urev (34) besetzt. Der Diplom-Sozialpädagoge und –Sozialarbeiter hat die Aufgaben der koordinierenden Fachstelle übernommen. Zu Aleksej Urevs Arbeit gehören die Vernetzung und Weiterentwicklung des Arbeitsbereiches der Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule sowie die fachliche Begleitung von Beratungsangeboten. Zudem ist eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit zu Diskriminierung und Gewalt in Bezug auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen Teil seiner Aufgaben. Er hat für uns Ergebnisse der Arbeit in Bezug auf Schwule und bisexuelle Männer zusammengefasst. (mehr …)


Da hilft nur eins …

(SNW) | 17. Oktober 2014 | Kategorie: Gesellschaft

SexuelleVielfalt2Zu der Zeitung ohne den klugen Kopf und einer wortreichen Verdächtigung – Wie die FAZ Rufmord an Aufklärungsprojekten begeht

Ein Kommentar von Steffen Schwab.

Aua. Die Leute, die an Schulen in Sachen sexueller Aufklärung unterwegs sind, richten Schaden bei Kindern an. Das ist, ganz vorsichtig formuliert, die Quintessenz eines Artikels, den die Berliner Journalistin Antje Schmelcher mit über 1800 Worten in der FAZ platzieren konnte. “Experten warnen vor zu früher Aufklärung von Kindern”, steht in der Unterzeile – das verschafft Autorität. “Unter dem Deckmantel der Vielfalt”, heißt die Schlagzeile. Und damit ist eigentlich auch schon das Vorgehen der Autorin abgesteckt, die nun munter eine Verdächtigungskette strickt, in die sie möglichst viele Personen und Institutionen einbezieht und beschädigt. Um zielsicher da anzukommen, wo sie von Anfang an hin will: zu einer Verbindung zwischen ehrenamtlichen Akteuren in Bildungsprojekten wie SchLAu und den Protagonisten der in den 1980er und 1990er Jahren geführten Pädo-Debatten. 

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Rede von Steffen Schwab zum CSD-Empfang 2014

(SNW) | 28. Juli 2014 | Kategorie: Community

FotoSchluss2Der 21. CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW fand am 5. Juli 2014 mit fast 700 Gästen im Kölner Gürzenich statt. Das Schwule Netzwerk verlieh dabei die KOMPASSNADEL an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie an Wulf Thomas, Aktivist aus Duisburg.

Steffen Schwab, Vorstandsvorsitzender des Schwulen Netzwerks, hielt die Festrede. Er ging dabei auf die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situationen von Schwulen und Lesben in Deutschland ein. Die Rede gibt es hier zum Nachlesen.  (mehr …)


Jung will auch von Kirchen neues Denken bei Homosexualität

(SNW) | 4. Juli 2014 | Kategorie: Gesellschaft

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Pressemitteilung 99 / 2014 der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zu: „Schwules Netzwerk“ ehrt Kirchenpräsidenten

Köln / Darmstadt, 4. Juli 2014

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, wird am Samstag (5. Juli) in Köln für seinen Einsatz für die Rechte Homosexueller ausgezeichnet. Das „Schwule Netzwerk NRW“ verleiht damit erstmals einem Kirchenvertreter die seit 2001 vergebene „Kompassnadel“. In den Vorjahren ging die Auszeichnung des Fachverbandes, dem über 40 Gruppierungen wie die Aids-Hilfe oder Beratungsstellen für Homosexuelle aus Nordrhein-Westfalen angehören, unter anderem an die Redaktion des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft oder den früheren Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes Theo Zwanziger.

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Wenn ich was wünschen darf …

(SNW) | 30. Juni 2014 | Kategorie: Gesellschaft

Am 05. Juli verleiht das Schwule Netzwerk NRW die Kompassnadel an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ein Kommentar dazu von Bodo Busch.

One Way Sign and Cross Shadow - Horizontal

Herzlichen Glückwunsch zur Kompassnadel an Dr. Jung und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau! Neben Glück und Erfolg bei der Fortsetzung des ausgezeichneten Engagements gibt es aus der Sicht gewerkschaftlicher schwuler Lehrer allerdings noch weitere Wünsche an Kirchen – auch wenn die evangelischen da nur bedingt die richtigen Ansprechpartner sind. „Vielen Lesben und Schwule erscheinen ‚die Kirchen‘ und die überwältigende Mehrheit kirchlicher Repräsentant_innen bis heute als homophober Block. Mit der Verleihung unserer Kompassnadel an Herr Dr. Jung, würdigen wir, dass er diesem Bild mit seinem herausragenden Engagement entgegentritt“, erklärte Steffen Schwab die Entscheidung des Schwulen Netzwerks.

Ich kenne die Klage, dass die evangelischen Kirchen im öffentlichen Ansehen für die Sünden der katholischen mit büßen müssen. (Arbeits)rechtliche Privilegien haben allerdings beide, von denen sie einige unterschiedlich nutzen.

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Selbstverständlich!

(SNW) | 27. Juni 2014 | Kategorie: Gesellschaft

Am 05. Juli verleiht das Schwule Netzwerk NRW die Kompassnadel an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ein Kommentar dazu von Dr. Beate Blatz.

Cross silhouette and the holy blue skyAls die Evangelische Kirche in Deutschland vor einem Jahr die Orientierungshilfe „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ veröffentlichte, habe ich mich erst einmal darüber gefreut, dass in einer offiziellen Verlautbarung der EKD gleichgeschlechtliche Lebensweisen als eine von vielen möglichen und gesellschaftlich bereits längst praktizierten Lebensgemeinschaften anerkannt werden. Das ist ein großer Schritt und ich erinnere mich an ganz andere, sehr dunkle Zeiten, als ich in den achtziger und neunziger Jahren im kirchlichen Dienst in Norddeutschland arbeitete. Damals wurden Klaus Brinker und Hans-Jürgen Meyer in Hannover ihrer Ämter als Pastoren enthoben, weil sie offen zu ihrem Schwulsein standen. Dass die Gemeinden, in denen die beiden arbeiteten, eher an der Qualität der Arbeit und nicht an der Lebensweise interessiert waren, interessierte die Amtskirche damals wenig.

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