Johannes Kram wird mit Kompassnadel geehrt

(SNW) | 12. April 2019 | Kategorie: CSD

Johannes Kram | Foto: Julian Wenzel

Das Schwule Netzwerk NRW verleiht die Kompassnadel 2019 an Johannes Kram für sein einzigartiges ehrenamtliches Engagement. Johannes Kram ist Autor, Textdichter, Blogger und Marketingstratege. Mit seinem jahrelangen Einsatz für die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, inter und queeren Menschen in den Medien hat Kram zahlreiche skandalöse und diskriminierende Berichterstattungen aufgedeckt und zur Diskussion in eine breite Öffentlichkeit getragen.

Seit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW im Juli zu einem CSD-Empfang anlässlich des colognepride ein – seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW. In diesem Rahmen verleiht das Schwule Netzwerk 2019 zum 19. Mal die KOMPASSNADEL an eine Persönlichkeit, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen und Lesben besonders verdient gemacht hat.

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Neue Vortragsreihe zum Thema Datenschutz

(SNW) | 19. Februar 2019 | Kategorie: Community

Seit dem 25. Mai 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Doch nach wie vor herrscht eine große Handlungsunsicherheit und Beratungsbedarfe.

Datenschutz wird oftmals als lästiges Thema wahr genommen und nicht voll in den Arbeitsablauf integriert. Daher bietet das Schwule Netzwerk NRW in Kooperation mit der LAG Lesben in NRW 2019 verschiedene Vorträge zum Thema Datenschutz an.

 

Mit dieser Vortragsreihe sollen Mitarbeitende und verantwortliche Personen für einen guten Datenschutz sensibilisiert und Unsicherheiten abgebaut werden.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe und -themen finden Sie hier.


Von Homolulu zum Westdeutschen Rundfunk

(SNW) | 17. Dezember 2016 | Kategorie: Community

20161216_165712“Wir fordern das Recht der Schwulen, selbst in den öffentlichen Medien, Rundfunk und Fernsehen, arbeiten zu können. Wir fordern zwei Sitze im Rundfunkrat.” Diese Forderung wurde als Punkt 5 der Abschlussresolution von Homolulu, dem ersten internationalen Homosexuellen-Treffen in Frankfurt am Main bereits im Juli 1979 aufgestellt. Arbeiten können Schwule und Lesben nun schon länger sichtbar in der deutschen Medienlandschaft. Gut 35 Jahre hat es jedoch gedauert bis nach Bremen, dem Saarland und dem ZDF auch die lesbisch/schwulen Communities in NRW eine Person und eine Stellvertretung in den WDR-Rundfunkrat entsenden können.

Am 02. Dezember 2016 fand die konstituierende Sitzung des 12. WDR-Rundfunkrates statt, mit der Markus Johannes (Landesgeschäftsführer Schwules Netzwerk NRW) und als Stellvertreterin Gabriele Bischoff (Geschäftsführerin LAG Lesben in NRW) nun offiziell ihre Mandate im größten öffentlich-rechtlichen Fernsehsender auf dem europäischen Kontinent aufgenommen haben. Möglich machte diese Entsendung das neue WDR-Rundfunkgesetz, das vom Landesparlament im Februar 2016 verabschiedet wurde.  (mehr …)


Kompassnadel 2016 für Dr. Birgit Bosold und Prof. Dr. Alexander Koch sowie für Dirk Behmer

(SNW) | 15. Januar 2016 | Kategorie: CSD

CSD Empfang 2009Dr. Birgit Bosold, Vorstand des Schwulen Museums* Berlin und Prof. Dr. Alexander Koch, seit 2011 Präsident des Deutschen Historischen Museums, waren beide als Gesamtleitung für die Ausstellung “Homosexualität_en” verantwortlich, die vom 26. Juni bis zum 1. Dezember 2015 als Doppelausstellung in ihren Häusern zu sehen war. Für diese herausragende Aufarbeitung homosexueller Geschichte_n verleiht das Schwule Netzwerk NRW ihnen die Kompassnadel 2016. Die Kompassnadel für besonderes ehrenamtliches Engagement geht an Dirk Behmer für seinen jahrelangen Einsatz im Outreach-Programm des Düsseldorfer DüsselCup.

Seit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW im Juli zu einem CSD-Empfang anlässlich des Cologne Pride ein – seit 2000 gemeinsam mit der Aidshilfe NRW. Im Rahmen des Empfangs 2016 verleiht das Schwule Netzwerk zum 16. Mal die KOMPASSNADEL an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen besonders verdient gemacht haben. Am 15. Januar 2016 gab Vorstand Frank Przibylla beim Neujahrsempfang des Netzwerks die diesjährigen Preisträger bekannt.  (mehr …)


Für Meinungsfreiheit – Gegen Hetze im Netz

(SNW) | 26. November 2015 | Kategorie: Gesellschaft

Ein Beitrag von Jürgen Rausch

csm_Teaser_no_hate_a8d59afec6Was tun gegen Hass und Diskriminierung? Vor genau dieser Frage stand ich im Oktober bei der Diskussion über Hatespeech. Die Hassrede im Internet wird leider von immer mehr Nutzer_innen verbreitet. Das ist kein schlechter Stil mehr. Wenn Menschen persönlich beleidigt werden oder gar zu Gewalt gegen Menschen aufgerufen wird, ist die Grenze zur Kriminalität überschritten. Doch wie können wir dagegen vorgehen?

2014 wurde das Schwule Netzwerk NRW gemeinsam mit der LAG Lesben NRW in die Landesmedienkommission NRW berufen. Als einer der zwei Vertreter_innen nutzte ich diese Gelegenheit und machte den Vorschlag, gegen die hasserfüllten Postings etwa bei Facebook vorzugehen. Im Ausschuss für Programm und Aufsicht, dem ich angehöre, werden unter anderem auch die konkreten Beschwerden von Zuschauer_innen und Radiohörer_innen behandelt. Analog zum Waldschlösschen Appell, der bereits 2013 Forderungen an die Medien gegen die Verharmlosung homosexualitätsfeindlicher Diffamierungen formuliert hat, brachte ich die Möglichkeit eines breit angelegten Appells in die Diskussion ein. Dieser Vorschlag wurde sofort vom Ausschuss unterstützt.

In der Sitzung der Medienkommission am 20. November stand eben dieser Appell auf der Tagesordnung. Alle Mitglieder der Kommission stimmten dafür. Von einem Konsens der gesellschaftlich vertretenen Gruppen getragen, soll dieser Appell in die sozialen Netzwerke hineinwirken. Hierbei sind sowohl die Betreiber_innen als auch alle Nutzer_innen der sozialen Netzwerke angesprochen. Genauso wie im realen Leben kann (verbale) Gewalt nur mit couragiertem Auftreten verhindert werden. Denn nur mit einem einstimmigen und lauten „Nein! – Stoppt Hass und Diskriminierung im Netz“ ist der Hetze im Internet beizukommen.

Unterzeichne auch Du diesen Appell online!

Viele gute Hinweise zum Umgang mit hasserfüllten Kommentaren finden sich in einer Broschüre der Amadeo Antonio Stiftung.


Laudatio für Stephan Denzer

(SNW) | 7. Juli 2015 | Kategorie: Gesellschaft

11201876_1047974495231326_842581217868505187_nAm 04. Juli 2015 zeichnete das Schwule Netzwerk NRW Stephan Denzer für sein gesellschaftspolitisches Engagement als Erfinder und Redaktionsleiter der heute show aus. Der Schauspieler Klaus Nierhoff würdigte diese Arbeit in einer Laudatio: 

“Die Heute Show ist wie eine gute Freundin, blitzgescheit, sie nennt die Dinge beim Namen, sie geht offener, ideologiefreier und ungehemmter durchs Leben, als viele andere. Sie traut sich was, sie ist haltungsstark – sie deckt Ungerechtigkeiten auf und analysiert messerscharf. Ich weiß gar nicht, welche sexuelle Orientierung sie hat – das ist aber auch egal.

Bei unseren – LSBTTIQ–Themen ist sie auf unserer Seite – sie entlarvt die homophoben Spießer, wo sie nur kann – und wenn ihr vorgeworfen wird, sie sei von der virulenten Homolobby gesteuert, dann wird eine ganze Sendung unter dem Label „gesponsort von der virulenten Homolobby“ ausgestrahlt. Die Heute Show – als Satiresendung mit journalistischem Anspruch ist einzigartig in Deutschland – Stephan Denzer hat sie – als Leiter des Teams Kabarett/Comedy – auch „Team Lustig“ genannt – in der Hauptredaktion Show – erfunden und durchgepaukt beim ZDF und sie ist zu einem Aushängeschild des Senders geworden.  (mehr …)


Kompassnadel 2015 für Stephan Denzer und Michael Jähme

(SNW) | 16. Januar 2015 | Kategorie: ARCUS

CSD Empfang 2009„Dieser Mann ist das Satire-Botox für das ZDF“, titelte im Februar 2014 DIE WELT über Stephan Denzer. Mit dem Format „heute-show“ hat ZDF-Redaktionsleiter Denzer eine Sendung ins Leben gerufen, mit der er sowie das Team vor und hinter der Kamera unmissverständlich für eine vielfältige und offene Gesellschaft eintreten. Dafür ehrt ihn im Juli 2015 das Schwule Netzwerk NRW mit der Kompassnadel für besonderes prominentes Engagement. Mit Michael Jähme erhält ein verdienter ehrenamtlicher Mitarbeiter der ARCUS-Stiftung in diesem Jahr die Auszeichnung, der sich die Dokumentation von Biografien älterer schwuler Männer zur Aufgabe gemacht hat. 

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