Ausschreibung: Verwaltungsfachkraft (Stellenumfang: 75%) UND Verwaltungsfachkraft (Stellenumfang: 50%)

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 11. Januar 2021 | Kategorie: Neuigkeiten

Die Arbeit des Queeren Netzwerks NRW wird unterstützt und ermöglicht durch mehrere Verwaltungskräfte, die in unserer Geschäftsstelle in Köln tätig sind. Aktuell suchen wir zum 01.03.2021 oder später jeweils eine

Verwaltungsfachkraft im Stellenumfang von 75% und 50%.

 

Zu den Aufgaben gehören:

  • Allgemeine Bürotätigkeiten, Telefondienst
  • Buchhaltung, Überweisungen, Kostenabrechnungen
  • Personal- und Mitgliederverwaltung
  • Projektabrechnung und Erstellung von Verwendungsnachweisen
  • Datenschutz
  • Organisatorische Unterstützung bei Veranstaltungen des Verbandes
  • Organisatorische Assistenz der Geschäftsführung

Die Stellen sind zunächst befristet bis zum 31.03.2022. Eine Weiterbeschäftigung wird, abhängig von öffentlichen Zuwendungen, angestrebt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigem Lebenslauf bis zum 30.01.2021 ausschließlich per Mail an: bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet.

Uns ist es ein besonderes Anliegen viele Perspektiven in unsere Arbeit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden daher Personen, deren Positionierungen in unserer Gesellschaft unterrepräsentiert sind, besonders zur Bewerbung ein.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der KW 5 in Köln oder online statt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Stellenausschreibung Verwaltung 2021 (PDF).


Risikogruppen schützen: Senior_innenarbeit muss gerade in der Corona-Krise erhalten bleiben!

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 2. Dezember 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Die NRW-Landesverbände der LSBTIQ* Communities protestieren gegen die geplante Streichung von Fördermitteln und fordern gerade jetzt den Erhalt und die Ausweitung der Senior_innenarbeit für Lesben und Schwule in NRW.

In Nordrhein-Westfalen leben mindestens 240.000 Lesben und Schwule ab 65 Jahren. Sie brauchen im Alter spezifische Angebote, damit sie nicht erneut in Unsichtbarkeit und Einsamkeit zurückfallen! Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhalten diese Themen auch für LSBTI* eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

2011 hat das Land NRW diese Notwendigkeit erkannt und die Landesfachberatung gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit in NRW (rubicon e.V.) eingerichtet. Vollkommen unerwartet ist diese erfolgreiche Arbeit nun bedroht. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sieht im für 2021 geplanten Haushalt keine weitere Förderung vor.

Im Altenbericht 2020 „Alt werden in Nordrhein-Westfalen“, den Minister Laumann kürzlich vorstellte, wird dagegen eindeutig darauf verwiesen, dass „ältere Menschen mit nicht-heteronormativer Identität durch eine lebensweltorientierte Senior_innenarbeit gefördert werden.“ Im Aktionsplan der Landesregierung (Impulse 2020) heißt es: „Ein positives Beispiel ist die landesweite Fachberatung Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit, zu deren Aufgaben es gehört, die Sichtbarkeit der älteren Lesben- und Schwulengeneration zu stärken und die Senior_innenarbeit für das Thema gleichgeschlechtliche Lebensweisen zu sensibilisieren.“

Die geplante Streichung der landesweiten Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen konterkariert diese Aussagen und steht den Zielen des Aktionsplans der Landesregierung insgesamt entgegen. Konkret bedeutet die geplante Streichung der Fördermittel das Ende des Projektes für lesbische und schwule Senior_innen in NRW und trifft damit eine Generation, die noch konkret von den diskriminierenden Auswirkungen des §175 betroffen war. Die Streichung führt nicht zum Abbau von Diskriminierung, sondern verstärkt Isolation und Ausgrenzung.

Dabei ist unbestritten, dass mit zunehmendem Alter die Zahl der Alleinstehenden steigt, wovon die Gruppe der LSBTIQ* im besonderen Maße betroffen ist. Viele der älteren LSBTIQ* leben ohne Familienbezug, wodurch auch Sorge- und Teilhabestrukturen fehlen. Andere Formen der sozialen Einbindung wie die Quartiers- und Senior_innenarbeit öffnen sich jedoch nur zögerlich für die „neue“ Zielgruppe und erst durch Initiierung und Begleitung der Fachstelle Senior_innenarbeit.

Die Erfahrung von andauernden Öffnungsprozessen machen unabhängig vom Thema alle LSBTIQ*-Sensibilisierungsprojekte. Der deshalb weiterhin bestehende Bedarf nach der Fachstelle Senior_innenarbeit ist daher kein Hinweis auf deren fehlenden Arbeitserfolg, sondern Ausdruck jahrzehntelang geprägter Strukturen, in denen die Bedarfe von LSBTI* konsequent und ausdauernd ignoriert oder unterdrückt wurden. Es braucht daher weiterhin ein entschlossenes, koordiniertes Handeln, um dem „Alter der Vielfalt“ den Weg zu ebnen und ein Altern in Würde für alle Menschen zu ermöglichen.

Die LSBTIQ* Landesverbände verurteilen die im Raum stehende Streichung der Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen aufs Schärfste. Wir fordern stattdessen die glaubwürdige Umsetzung des Aktionsplans für queeres Leben in NRW und sehen die Politik in der Verantwortung, den Erhalt der landesweiten Senioren_innenarbeit und den Ausbau um die Handlungsbereiche trans* und inter* 2021 zu ermöglichen.

Unterzeichner*innen:

Queeres Netzwerk NRW
Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW
Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW
Aidshilfe NRW
LSVD NRW


Ausschreibung: Elternzeitvertretung LaKo Trans* NRW ab Februar 2021

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 30. November 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Die Landeskoordination Trans* NRW ist eine landesweite Fachstelle zur Unterstützung der Gruppen und Angebote von und für trans* Menschen in Nordrhein-Westfalen sowie zur Aufklärung und Information von Fachkräften, Institutionen und der Gesamtgesellschaft über geschlechtliche Vielfalt und die Bedarfe und Anliegen von (binären und nicht-binären) trans* Menschen.

 

Wir suchen zum 15.02.2021 oder später eine engagierte

Elternzeitvertretung für die Stelle der Landeskoordination Trans* NRW (Stellenumfang: 100%)

Ihre Aufgaben sind:

  • Konzeption, Planung, Durchführung, Dokumentation und Abrechnung von Vernetzungstreffen, Workshops und Arbeitstreffen für trans* Personen, Trans*-Gruppen und (cis) Fachkräfte
  • Erstellung von Publikationen zu trans*bezogenen Themen
  • Beratung und Fortbildung von Fachkräften insb. zu geschlechtlicher Vielfalt und Bedarfen von trans* Menschen
  • Landesweite Trans*-Interessenvertretung sowie Mitwirkung in Fachgremien
  • Kooperationen mit Fachstellen und Verbänden, insbesondere dem Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW e.V.
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit
  • Akquise und Betreuung von Honorarkräften
  • Antragserstellung sowie Verwendung und Nachweis öffentlicher Förderungen und Drittmitteln

Bewerbungsfrist ist der 18.12.2020.

Weitere Informationen zur Stelle und zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier: Stellenausschreibung Elternzeitvertretung LaKo Trans NRW (PDF).


Mit Dialog gegen Diskriminierung: Erfolgskonzept SCHLAU feiert 20-jähriges Jubiläum

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 2. November 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

 

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, SCHLAU NRW, feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2000 wurde es als Dachorganisation der lokalen Aufklärungsprojekte im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gegründet. Anlässlich des Jubiläums lud SCHLAU NRW am 24.10. zu einem digitalen Fachtag rund um das Prinzip „Lernen durch Begegnung“ ein.

Das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt SCHLAU NRW vernetzt, professionalisiert und organisiert Gruppen, die Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reflektion über Stereotype und dem Abbau von Vorurteilen im direkten Austausch mit lesbischen, schwulen, bi- und asexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Ehrenamtlichen. „Mit uns statt über uns reden,“ lautet das Prinzip, nach dem derzeit 20 Lokalgruppen in ganz NRW arbeiten. Gerahmt wird ihre Arbeit dabei durch gemeinsame Qualitätsstandards und eine gemeinsame Methodensammlung, die „SCHLAUe Kiste.“ Damit erreichen sie jährlich ca. 12.000 Jugendliche und junge Erwachsene.

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Trauer um Marlis Bredehorst

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 19. Oktober 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Mit Trauer und großer Anteilnahme haben wir vom viel zu frühen Tod von Marlis Bredehorst erfahren. Unsere Communities verlieren in ihr eine langjährige und engagierte Kämpferin für lsbtiq* Akzeptanz, lesbische Sichtbarkeit und starke zivilgesellschaftliche Strukturen.

Der Landesaktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit, den NRW 2012 als erstes Flächenland beschloss, war unter anderen ein entscheidender Verdienst von Marlis. In ihrer Rolle als Staatssekretärin des Emanzipationsministeriums wirkte sie 2010/11 entscheidend daran mit, ihn ins Leben zu rufen. Sie leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Verankerung von lsbtiq* Themen in der Landespolitik, die auch Grundlage war für die Einrichtung von landesweiten Fachstellen wie der Fachstelle Queere Jugend NRW oder der Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit.

Auch die Fachstelle für schwul-lesbische Senior*innenarbeit im rubicon, die Kölner Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender und die entsprechende Stadtarbeitsgemeinschaft gäbe es nicht ohne ihr politisches Engagement. Unter anderem für dieses Engagement wurde Marlis 2019 mit der Ehrenmitgliedschaft des rubicon ausgezeichnet.

Als Vorstandsmitglied der ARCUS Stiftung setzte sie sich außerdem mit Herzblut und Energie dafür ein, Projekte für Freiheit und Selbstbestimmung von LSBTIQ* Communities zu stärken.

Unsere Gedanken sind bei Marlis Lebensgefährtin, ihren Kindern und allen Hinterbliebenen.


Statement: Gemeinsam gegen Diskriminierung – Rassistische Sprache ist Gewalt!

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 14. Oktober 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Im Anschluss an den Fachtag „Mehrfachdiskriminierung – (k)ein Thema für uns?!“ der Fachstelle #MehrAlsQueer, der Integrationsagentur im rubicon und der VHS Köln am 29. September im FORUM Volkshochschule kam es zu Vorfällen rund um die Verwendung rassistischer Sprache, zu denen wir hier Stellung beziehen möchten.

Als Queeres Netzwerk und dessen Fachstellen, Rubicon als Beratungsstelle und die Volkshochschule Köln als öffentlicher Bildungseinrichtung, positionieren wir uns deutlich gegen Gewaltformen in den unterschiedlichsten Facetten.

Queerfeindlichkeit und Rassismus bzw. deren Verschränkung sind die Kernthemen der Fachstelle MehrAlsQueer. Sowohl auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene arbeiten wir alle gemeinsam für den Abbau von jeglichen Diskriminierungsformen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Rassistische Sprache ist eine Form von Gewalt, die nicht reproduziert werden darf. Lernen über Rassismus ist möglich, ohne sich selbst rassistische Sprache zu eigen zu machen. Wir sprechen uns daher klar und entschieden gegen die Verwendung des N*-Wortes im Speziellen und die Verwendung rassistischer Sprache im Allgemeinen aus. Wir alle haben die Verantwortung, in Bezug auf diskriminierungssensible Sprache dazuzulernen und dabei von den insbesondere rassismuserfahrenen Communities zu lernen. Das gilt auch für LSBTIQ*-Communities und für Fachkräfte, die in und mit unseren Communities arbeiten.

Deutlich positionierte sich zudem der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 14. Mai 2020 gegen die Nutzung des rassistisch eingestuften N*Wortes, dessen Entscheidung wir vollumfänglich unterstreichen.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar Sensibilisierungsarbeit im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Rassismus gegenüber Sinti_zze und Rom_nja und weitere Diskriminierungsformen ist.

Diese Arbeit wollen wir angehen – mit Euch und Ihnen gemeinsam!


Einladung zur Gay*Com im neuen Format: StadtLandQueer – LSBTIQ* Politik Kommunal

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 14. Oktober 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Vielleicht mehr denn je haben die Auswirkungen des Coronavirus gezeigt, wie wichtig solidarische Communities vor Ort sind. Zur Neuauflage unseres Gay*Com-Formats als StadtLandQueer laden das Queere Netzwerk NRW, die LAG Lesben in NRW und das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW daher mit der Stadt Dortmund zum virtuellen Austausch über das Thema „LSBTIQ* vor Ort – Räume bewahren – entwickeln – öffnen.“

Die Veranstaltung findet am 6.11.2020 von 12 bis 17 Uhr als Online-Konferenz statt.

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier sowie als PDF zum Download: Einladung StadtLandQueer.