Ausschreibung: Landeskoordination Inter*

Rebecca Knecht | 8. Februar 2021 | Kategorie: Neuigkeiten

Wir suchen Verstärkung! Zum 15.3.2021 oder später stellen wir erstmals eine Landeskoordination Inter* ein.

Die Landeskoordination Inter* NRW soll als landesweite Fachstelle zur Unterstützung der Gruppen und Angebote für inter* Menschen und deren Familien und Bezugspersonen erstmals aufgebaut werden. Die Landeskoordination Inter* soll Selbsthilfe unterstützen, Eltern vernetzen und Beratungsangebote koordinieren. Außerdem sollen Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Inter* gestärkt werden.

Ihre Aufgaben sind:

  • Konzeption, Planung, Durchführung, Dokumentation und Abrechnung von Vernetzungstreffen, Workshops und Arbeitstreffen für inter* Personen, deren Bezugspersonen und Gruppen
  • Erstellung von Publikationen zu inter* bezogenen Themen
  • Aufbau und konzeptionelle Begleitung eines externen Beratungsangebots
  • Landesweite fachliche und politische Beratung zu inter*-Themen und Mitwirkung in entsprechenden Fachgremien
  • Antragserstellung sowie Verwendung und Nachweis öffentlicher Förderungen

Weitere Informationen zur Stelle und zur Bewerbung in der Stellenausschreibung Landeskoordination Inter* (PDF).

 


LSBTIQ*-Landesverbände gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Rebecca Knecht | 27. Januar 2021 | Kategorie: Neuigkeiten

Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags luden das Queere Netzwerk NRW, die LAG Lesben in NRW, der LSVD NRW, das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW und die ARCUS Stiftung am heutigen 27. Januar zum Gedenken an die LSBTIQ* Opfer des Nationalsozialismus. Traditionell wird das Gedenken jährlich durch Blumenniederlegung am Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Kölner Rheinufer begangen. Angesichts der geltenden Corona-Schutzverordnungen luden die Landesverbände in diesem Pandemiejahr zum digitalen Gedenken, während die Blumenniederlegung im kleinen Kreis begangen wurde.

„Die verdrängten, unsichtbaren Geschichten von damals haben eine Auswirkung auf heute,“ betonte Gedenkrednerin Marina Friemelt, Mitarbeiterin in der Antidiskriminierungs- und Beratungsstelle SABRA der jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Als Historikerin hat sie zu lesbischem Leben in der Zeit des Nationalsozialismus geforscht und weiß um die Lücken des Gedenkens: „Wie viele queere Menschen unter den einzelnen Opfergruppen waren, derer wir heute gedenken, können wir kaum erahnen. Wenn wir an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern, fällt die Erinnerung an die queeren Verfolgten gering aus. Noch immer wurde ihnen kein Gedenktag im Bundestag gewidmet.“ Viele Schicksale seien so jahrzehntelang unsichtbar gemacht und ignoriert worden.

Wie Friemelt betonte auch Frank Bauer, Vorstandsmitglied des LSVD NRW, wie wichtig es sei, die das Gedenken an die Geschichte mit dem Handeln im jetzt zu verbinden. In seinen Begrüßungsworten an die Teilnehmenden erinnerte Bauer daran, dass gesellschaftliche Fortschritte häufig der Hartnäckigkeit der Diskriminierten zu verdanken seien: viele dicke Bretter hätten die lsbtiq* Communities in Deutschland seit der Entkriminialisierung von männlicher Homosexualität im Jahr 1969 gebohrt worden. Aber: „es sind noch so manche zu bohren und – um im Bild zu bleiben – die gebohrten müssen erhalten werden.“

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Digitales Gedenken – Geänderter Veranstaltungsplan zum 27.1.

Rebecca Knecht | 20. Januar 2021 | Kategorie: Neuigkeiten

Die jährliche Gedenkveranstaltung für die lsbtiq* Opfer des Nationalsozialismus kann coronabedingt in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Gemeinsam mit dem LSVD NRW, der LAG Lesben, dem NGVT NRW und der ARCUS Stiftung lädt das Queere Netzwerk daher zu einer kurzen digitalen Gedenkveranstaltung ein. Alle Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung finden sich auf der Facebook-Veranstaltungsseite.


Ausschreibung: Verwaltungsfachkraft (Stellenumfang: 75%) UND Verwaltungsfachkraft (Stellenumfang: 50%)

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 11. Januar 2021 | Kategorie: Neuigkeiten

Die Arbeit des Queeren Netzwerks NRW wird unterstützt und ermöglicht durch mehrere Verwaltungskräfte, die in unserer Geschäftsstelle in Köln tätig sind. Aktuell suchen wir zum 01.03.2021 oder später jeweils eine

Verwaltungsfachkraft im Stellenumfang von 75% und 50%.

 

Zu den Aufgaben gehören:

  • Allgemeine Bürotätigkeiten, Telefondienst
  • Buchhaltung, Überweisungen, Kostenabrechnungen
  • Personal- und Mitgliederverwaltung
  • Projektabrechnung und Erstellung von Verwendungsnachweisen
  • Datenschutz
  • Organisatorische Unterstützung bei Veranstaltungen des Verbandes
  • Organisatorische Assistenz der Geschäftsführung

Die Stellen sind zunächst befristet bis zum 31.03.2022. Eine Weiterbeschäftigung wird, abhängig von öffentlichen Zuwendungen, angestrebt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit aussagekräftigem Lebenslauf bis zum 30.01.2021 ausschließlich per Mail an: bewerbung@queeres-netzwerk.nrw. Angaben zu Geschlecht oder Familienstand sowie das Einsenden eines Fotos werden nicht erwartet.

Uns ist es ein besonderes Anliegen viele Perspektiven in unsere Arbeit einzubeziehen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Wir laden daher Personen, deren Positionierungen in unserer Gesellschaft unterrepräsentiert sind, besonders zur Bewerbung ein.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der KW 5 in Köln oder online statt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Stellenausschreibung Verwaltung 2021 (PDF).


Risikogruppen schützen: Senior_innenarbeit muss gerade in der Corona-Krise erhalten bleiben!

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 2. Dezember 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Die NRW-Landesverbände der LSBTIQ* Communities protestieren gegen die geplante Streichung von Fördermitteln und fordern gerade jetzt den Erhalt und die Ausweitung der Senior_innenarbeit für Lesben und Schwule in NRW.

In Nordrhein-Westfalen leben mindestens 240.000 Lesben und Schwule ab 65 Jahren. Sie brauchen im Alter spezifische Angebote, damit sie nicht erneut in Unsichtbarkeit und Einsamkeit zurückfallen! Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhalten diese Themen auch für LSBTI* eine hohe gesellschaftliche Relevanz.

2011 hat das Land NRW diese Notwendigkeit erkannt und die Landesfachberatung gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit in NRW (rubicon e.V.) eingerichtet. Vollkommen unerwartet ist diese erfolgreiche Arbeit nun bedroht. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sieht im für 2021 geplanten Haushalt keine weitere Förderung vor.

Im Altenbericht 2020 „Alt werden in Nordrhein-Westfalen“, den Minister Laumann kürzlich vorstellte, wird dagegen eindeutig darauf verwiesen, dass „ältere Menschen mit nicht-heteronormativer Identität durch eine lebensweltorientierte Senior_innenarbeit gefördert werden.“ Im Aktionsplan der Landesregierung (Impulse 2020) heißt es: „Ein positives Beispiel ist die landesweite Fachberatung Gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit, zu deren Aufgaben es gehört, die Sichtbarkeit der älteren Lesben- und Schwulengeneration zu stärken und die Senior_innenarbeit für das Thema gleichgeschlechtliche Lebensweisen zu sensibilisieren.“

Die geplante Streichung der landesweiten Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen konterkariert diese Aussagen und steht den Zielen des Aktionsplans der Landesregierung insgesamt entgegen. Konkret bedeutet die geplante Streichung der Fördermittel das Ende des Projektes für lesbische und schwule Senior_innen in NRW und trifft damit eine Generation, die noch konkret von den diskriminierenden Auswirkungen des §175 betroffen war. Die Streichung führt nicht zum Abbau von Diskriminierung, sondern verstärkt Isolation und Ausgrenzung.

Dabei ist unbestritten, dass mit zunehmendem Alter die Zahl der Alleinstehenden steigt, wovon die Gruppe der LSBTIQ* im besonderen Maße betroffen ist. Viele der älteren LSBTIQ* leben ohne Familienbezug, wodurch auch Sorge- und Teilhabestrukturen fehlen. Andere Formen der sozialen Einbindung wie die Quartiers- und Senior_innenarbeit öffnen sich jedoch nur zögerlich für die „neue“ Zielgruppe und erst durch Initiierung und Begleitung der Fachstelle Senior_innenarbeit.

Die Erfahrung von andauernden Öffnungsprozessen machen unabhängig vom Thema alle LSBTIQ*-Sensibilisierungsprojekte. Der deshalb weiterhin bestehende Bedarf nach der Fachstelle Senior_innenarbeit ist daher kein Hinweis auf deren fehlenden Arbeitserfolg, sondern Ausdruck jahrzehntelang geprägter Strukturen, in denen die Bedarfe von LSBTI* konsequent und ausdauernd ignoriert oder unterdrückt wurden. Es braucht daher weiterhin ein entschlossenes, koordiniertes Handeln, um dem „Alter der Vielfalt“ den Weg zu ebnen und ein Altern in Würde für alle Menschen zu ermöglichen.

Die LSBTIQ* Landesverbände verurteilen die im Raum stehende Streichung der Senior_innenarbeit für gleichgeschlechtliche Lebensweisen aufs Schärfste. Wir fordern stattdessen die glaubwürdige Umsetzung des Aktionsplans für queeres Leben in NRW und sehen die Politik in der Verantwortung, den Erhalt der landesweiten Senioren_innenarbeit und den Ausbau um die Handlungsbereiche trans* und inter* 2021 zu ermöglichen.

Unterzeichner*innen:

Queeres Netzwerk NRW
Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW
Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW
Aidshilfe NRW
LSVD NRW


Ausschreibung: Elternzeitvertretung LaKo Trans* NRW ab Februar 2021

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 30. November 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

Die Landeskoordination Trans* NRW ist eine landesweite Fachstelle zur Unterstützung der Gruppen und Angebote von und für trans* Menschen in Nordrhein-Westfalen sowie zur Aufklärung und Information von Fachkräften, Institutionen und der Gesamtgesellschaft über geschlechtliche Vielfalt und die Bedarfe und Anliegen von (binären und nicht-binären) trans* Menschen.

 

Wir suchen zum 15.02.2021 oder später eine engagierte

Elternzeitvertretung für die Stelle der Landeskoordination Trans* NRW (Stellenumfang: 100%)

Ihre Aufgaben sind:

  • Konzeption, Planung, Durchführung, Dokumentation und Abrechnung von Vernetzungstreffen, Workshops und Arbeitstreffen für trans* Personen, Trans*-Gruppen und (cis) Fachkräfte
  • Erstellung von Publikationen zu trans*bezogenen Themen
  • Beratung und Fortbildung von Fachkräften insb. zu geschlechtlicher Vielfalt und Bedarfen von trans* Menschen
  • Landesweite Trans*-Interessenvertretung sowie Mitwirkung in Fachgremien
  • Kooperationen mit Fachstellen und Verbänden, insbesondere dem Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW e.V.
  • Öffentlichkeits- und Pressearbeit
  • Akquise und Betreuung von Honorarkräften
  • Antragserstellung sowie Verwendung und Nachweis öffentlicher Förderungen und Drittmitteln

Bewerbungsfrist ist der 18.12.2020.

Weitere Informationen zur Stelle und zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier: Stellenausschreibung Elternzeitvertretung LaKo Trans NRW (PDF).


Mit Dialog gegen Diskriminierung: Erfolgskonzept SCHLAU feiert 20-jähriges Jubiläum

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 2. November 2020 | Kategorie: Neuigkeiten

 

Das Netzwerk für Antidiskriminierungsarbeit im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, SCHLAU NRW, feiert in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2000 wurde es als Dachorganisation der lokalen Aufklärungsprojekte im Bereich sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gegründet. Anlässlich des Jubiläums lud SCHLAU NRW am 24.10. zu einem digitalen Fachtag rund um das Prinzip „Lernen durch Begegnung“ ein.

Das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt SCHLAU NRW vernetzt, professionalisiert und organisiert Gruppen, die Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reflektion über Stereotype und dem Abbau von Vorurteilen im direkten Austausch mit lesbischen, schwulen, bi- und asexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Ehrenamtlichen. „Mit uns statt über uns reden,“ lautet das Prinzip, nach dem derzeit 20 Lokalgruppen in ganz NRW arbeiten. Gerahmt wird ihre Arbeit dabei durch gemeinsame Qualitätsstandards und eine gemeinsame Methodensammlung, die „SCHLAUe Kiste.“ Damit erreichen sie jährlich ca. 12.000 Jugendliche und junge Erwachsene.

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