Rede von Steffen Schwab zum CSD-Empfang 2014

(SNW) | 28. Juli 2014 | Kategorie: Community

FotoSchluss2Der 21. CSD-Empfang des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW fand am 5. Juli 2014 mit fast 700 Gästen im Kölner Gürzenich statt. Das Schwule Netzwerk verlieh dabei die KOMPASSNADEL an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie an Wulf Thomas, Aktivist aus Duisburg.

Steffen Schwab, Vorstandsvorsitzender des Schwulen Netzwerks, hielt die Festrede. Er ging dabei auf die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situationen von Schwulen und Lesben in Deutschland ein. Die Rede gibt es hier zum Nachlesen.  (mehr …)


Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas würdigt die Leistungen von Wulf Thomas

(SNW) | 5. Juli 2014 | Kategorie: Community

CSD_Empfang_Guerzenich_05._Juli_2014__LIT2099Beim heutigen CSD-Empfang im Kölner Gürzenich erhielt Wulf Thomas aus Duisburg die Kompassnadel für besonderes ehrenamtliches Engagement. Knut Dehnen vom Vorstand des Schwulen Netzwerk begründet die Entscheidung: “Neben seinem jahrzehntelangen Engagement in der Aidshilfearbeit prägt Wulf Thomas auf einzigartige Weise das Bild von Schwulen und Lesben in seiner Stadt und darüber hinaus mit. Sein vielfältiges Wirken wird vor allem mit dem Festival „Queer Live Duisburg“, früher „HoKuDu“, und den von ihm organisierten Fahrradtouren jedes Jahr aufs Neue sichtbar und erlebbar. Dabei sucht Wulf Thomas nicht den Ruhm in der ersten Reihe, sondern bietet Menschen Raum, sich und ihre Lebensweisen präsentieren zu können. Wulf Thomas ist damit ein würdiger Preisträger der Kompassnadel und ein Vorbild für viele.”

Die Duisburger Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas würdigt in ihrer Laudatio für Wulf Thomas dessen Leistungen für ihre Stadt.

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Das Kreuz mit der Homosexualität

(SNW) | 5. Juli 2014 | Kategorie: Kompassnadel

Heute verleiht das Schwule Netzwerk NRW die Kompassnadel an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ein Kommentar dazu von Volker Beck MdB.

LONDON, UK - JUNE 29: Participant at the gay pride posing for pi

Unter Theologen ist umstritten, ob die Bibel überhaupt etwas über Lesben, Schwule und Transgender aussagt. Aber unbestreitbar ist die über viele Jahrhunderte getragene Verfolgung der Homosexuellen durch die Kirchen. Doch in den Kirchen sind die Dinge in Bewegung. Papst Franziskus hat mit wenigen Worten eine neue Tonlage in die Auseinandersetzung der römisch-katholischen Kirche mit dem Thema Homosexualität gebracht. Er hat die Liebe Gottes zu den Menschen und die Seelsorge statt die amtskirchliche Sexuallehre in den Vordergrund gestellt.

Sein Vorgänger Benedikt XVI. hatte noch Hekatomben von Schriften gegen Schwule und Lesben, ihre Kultur und ihre Rechte aufgetürmt.  (mehr …)


Wenn ich was wünschen darf …

(SNW) | 30. Juni 2014 | Kategorie: Gesellschaft

Am 05. Juli verleiht das Schwule Netzwerk NRW die Kompassnadel an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ein Kommentar dazu von Bodo Busch.

One Way Sign and Cross Shadow - Horizontal

Herzlichen Glückwunsch zur Kompassnadel an Dr. Jung und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau! Neben Glück und Erfolg bei der Fortsetzung des ausgezeichneten Engagements gibt es aus der Sicht gewerkschaftlicher schwuler Lehrer allerdings noch weitere Wünsche an Kirchen – auch wenn die evangelischen da nur bedingt die richtigen Ansprechpartner sind. „Vielen Lesben und Schwule erscheinen ‚die Kirchen‘ und die überwältigende Mehrheit kirchlicher Repräsentant_innen bis heute als homophober Block. Mit der Verleihung unserer Kompassnadel an Herr Dr. Jung, würdigen wir, dass er diesem Bild mit seinem herausragenden Engagement entgegentritt“, erklärte Steffen Schwab die Entscheidung des Schwulen Netzwerks.

Ich kenne die Klage, dass die evangelischen Kirchen im öffentlichen Ansehen für die Sünden der katholischen mit büßen müssen. (Arbeits)rechtliche Privilegien haben allerdings beide, von denen sie einige unterschiedlich nutzen.

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20 Jahre in Freiheit gelebt?!

(SNW) | 12. Juni 2014 | Kategorie: Community

Ein Kommentar von Simon Jekosch.

Gericht2Am 11. Juni 1994 wurde der § 175 StGB aus dem deutschen Strafrecht endgültig gestrichen. Seit der Einführung des Paragraphen im Jahre 1872, sind allerdings mehr als 140.000 Männer verurteilt worden. Warum? Weil sie Männer begehrten, sie liebten und ihre Gefühle auch in einem sexuellen Akt zum Ausdruck bringen wollten. In der Zeit von 1946 bis 1994 gab es fast 65.000 Urteile. Einige von diesen sind als verurteilte Verbrecher verstorben, andere leben noch heute mit dieser unwürdigen und unmoralischen Last. Eine unglaubliche Vorstellung für uns, die den Paragraphen nicht erlebt haben. Heute ist das in Deutschland undenkbar. Oder? Wie ist denn in Deutschland die Lage für schwule Männer heute, 20 Jahre später?

Ich erlebe häufig, dass Menschen, die sich wenig bis gar nicht mit Geschichte und unserer Rechtsprechung beschäftigen, nicht wissen, dass sexuelle Handlungen zwischen Männern gesetzlich verboten waren. Wenn ich ihnen davon erzähle, bemerke ich wie überrascht und schockiert sie reagieren. Diese Menschen haben den Paragraphen nicht erlebt, sie gehören zu einer jungen Generation. (mehr …)


Die Hirschfeld-Tage haben begonnen …

(SNW) | 4. April 2014 | Kategorie: ARCUS

Hirschfeld-Tage_in_NRW_Datum_URL_Weiss_auf_LilaSie waren lange angekündigt, nun gehen sie endlich los: Die zweiten Hirschfeld-Tage finden 2014 in Nordrhein-Westfalen statt. Fast 100 Veranstaltungen in 16 Städten spannen einen Bogen von historischen zu aktuellen Themen rund um schwul/lesbisches Leben. Das Schwule Netzwerk NRW hat als Projektbüro die Koordination übernommen. Unser Geschäftsführer Markus Johannes ist Mitglied im Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und holte die Veranstaltungsreihe nach NRW. Er wagt nun einen ersten Rückblick und Ausblick … 

Als Jörg Litwinschuh, der geschäftsführende Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, 2011 die Idee der Hirschfeld-Tage in einer Kuratoriumssitzung vorstellte, wurde ich sofort hellhörig. Eine Veranstaltungsreihe mit lokalen Partner_innen, die alle zwei Jahre an einem anderen Ort ausgerichtet werden soll? So etwas ist nach meinem Geschmack. Und nach Berlin-Brandenburg 2012 lag es nahe, in den Westen zu gehen. In ein Bundesland, das gute Strukturen aufweist, um so ein Projekt auch stemmen zu können. Denn Hirschfeld-Tage zu organisieren, bedeutet, viele Menschen zu vernetzen, Sichtbarkeit zu erzeugen, Themen zu platzieren und damit auf Gesellschaft und Politik einzuwirken – Aufgaben, für die das Schwule Netzwerk und auch ich da sind.   

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Die Kompassnadel 2014 geht an Dr. Volker Jung und an Wulf Thomas

(SNW) | 24. Januar 2014 | Kategorie: Kompassnadel

Volker JungSeit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW jährlich zum CSD-Empfang anlässlich der ColognePride ein – seit 2000 gemeinsam mit der AIDS-Hilfe NRW. Im Rahmen des Empfangs verleiht das Schwule Netzwerk NRW zum 14. Mal die KOMPASSNADEL an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen besonders verdient gemacht haben. Am 24. Januar 2014 hat Vorstandsvorsitzender Steffen Schwab beim Neujahrsempfang des Netzwerks Dr. Volker Jung und Wulf Thomas als die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben.

Als Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat Dr. Volker Jung aus einer herausragenden Position als leitender Geistlicher heraus an dem Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland mitgewirkt. Dieses definiert den Stellenwert von Lesben, Schwulen, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Regenbogenfamilien auf nachhaltige Weise theologisch neu. „Volker Jung setzt sich dafür ein, dass ein vielfältiges Familienbild, trotz aller Kritik aus den eigenen Reihen, Einzug in das Selbstverständnis der Evangelischen Kirche in Deutschland hält“, so Steffen Schwab. Dies sei ein Zeichen, das überkonfessionell eine hohe positive Symbolkraft ausstrahlt.

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