Die Kompassnadel 2014 geht an Dr. Volker Jung und an Wulf Thomas

(SNW) | 24. Januar 2014 | Kategorie: Kompassnadel

Volker JungSeit 1993 lädt das Schwule Netzwerk NRW jährlich zum CSD-Empfang anlässlich der ColognePride ein – seit 2000 gemeinsam mit der AIDS-Hilfe NRW. Im Rahmen des Empfangs verleiht das Schwule Netzwerk NRW zum 14. Mal die KOMPASSNADEL an Persönlichkeiten, die sich um die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen besonders verdient gemacht haben. Am 24. Januar 2014 hat Vorstandsvorsitzender Steffen Schwab beim Neujahrsempfang des Netzwerks Dr. Volker Jung und Wulf Thomas als die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben.

Als Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat Dr. Volker Jung aus einer herausragenden Position als leitender Geistlicher heraus an dem Familienpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland mitgewirkt. Dieses definiert den Stellenwert von Lesben, Schwulen, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Regenbogenfamilien auf nachhaltige Weise theologisch neu. „Volker Jung setzt sich dafür ein, dass ein vielfältiges Familienbild, trotz aller Kritik aus den eigenen Reihen, Einzug in das Selbstverständnis der Evangelischen Kirche in Deutschland hält“, so Steffen Schwab. Dies sei ein Zeichen, das überkonfessionell eine hohe positive Symbolkraft ausstrahlt.

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Reinhard Klenke im Interview

(SNW) | 23. Januar 2014 | Kategorie: Internes

Reinhard1 swMit Reinhard Klenke verlässt ein Mitstreiter das Schwule Netzwerk NRW, der die Verbandsarbeit als ganz persönliche politische Aufgabe versteht. Am 24. Januar 2014 ernennt ihn das Netzwerk beim seinem Neujahrsempfang zum ersten Ehrenmitglied des Verbandes. Es würdigt Reinhard damit für seine herausragenden Verdienste. Im Interview erzählt er von den wichtigsten Stationen auf seinem Weg. 

Reinhard, wie hast Du zur Politik gefunden?
In meiner Heimatstadt habe ich in der Kolpingjugend jemanden kennengelernt, der sehr stark zu meiner Politisierung beigetragen hat. Als wir gemerkt haben, wie reaktionär Kirche ist, ist quasi die gesamte Jugendgruppe zu den Jusos übergetreten und wir haben Wahlkampf für die SPD gemacht. Das war 1972 für Willy Brandt. Das hat mich politisch sehr geprägt.

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Offener Brief an Ministerpräsidentin Kraft: NRW gegen Homophobie in Russland

(SNW) | 16. August 2013 | Kategorie: Community

Homophopie_ReutersDie vier Landesverbände Schwules Netzwerk NRW, LAG Lesben in NRW, Aidshilfe NRW und der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Landesverband NRW haben sich gemeinsam in einen offenen Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gewandt. Sie beschreiben die aktuelle Situation für Lesben und Schwule in Russland und fordern Frau Kraft zum aktiven Handeln auf. (Foto: Reuters)

UPDATE: Die Antwort der Staatskanzlei als PDF.

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Eine politische Veranstaltung

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 2. August 2013 | Kategorie: Kompassnadel

Interview mit Laudator Marcel Dams zur Verleihung der Kompassnadel 2013 an die Redaktionen von Spiegel und Spiegel online

Laudator Marcel Dams bei der Verleihung der Kompassnadel, Köln 06.07.2013

Laudator Marcel Dams bei der Verleihung der Kompassnadel, Köln 06.07.2013

Marcel, Du hast bei der diesjährigen Verleihung der Kompassnadel an den Spiegel die Laudatio gehalten und dafür im Vorfeld eine Menge Kritik einstecken müssen. Worum ging es dabei?

Es gab Leute, die fanden, dass ich zu jung sei, um in dieser Angelegenheit Stellung beziehen zu können. Weil ich ja die negative Berichterstattung des Spiegel in den Anfängen der Aids-Krise nicht miterlebt hätte. Diese Kritik kam vor allem von Aktivisten, die älter sind als ich und sich ganz persönlich an diese Zeit erinnern. Außerdem hat man mir vorgeworden, ich ließe mich instrumentalisieren. Im Grunde genommen ging es um die Angst, dass da jemand kommt und Stellung zu etwas bezieht, dass er selbst nicht miterlebt hat. Das ist irgendwo nachvollziehbar, gleichzeitig aber auch unfair. Es gab aber auch sehr viel differenziertere Stimmen, mit denen ich die Diskussion gerne angegangen bin, auch wenn ich anderer Meinung war und bin.

Hast Du in der ganzen Aufregung im Vorfeld der Kompassnadelverleihung an den Spiegel auch mal daran gedacht, abzusagen und die Laudatio nicht zu halten?

Ja, habe ich – am Dienstag vor dem CSD-Wochenende. Am Montag war das mit der öffentlichen Kritik an meiner Person ja losgegangen. Es hatte vorher schon Leute gegeben, die mich persönlich zur Seite genommen und mir geraten haben, die Laudatio nicht zu halten. Aber dann kam die öffentliche Kritik, beispielsweise in Form von Pressestatements. Das ging dann also noch einen Schritt weiter. Die persönlichen Gespräche vorher fand ich in Ordnung. Das muss man aushalten können, weil man eben nicht jedem gefallen kann. Aber wenn man sich plötzlich in fragwürdigen Kommentaren im Internet wiederfindet, dann kann das schon verletzen. Dienstag habe ich mir dann die Frage gestellt: Mache ich das jetzt, oder nicht? Es gab aber auch Kritiker am Preis, die mich ermutigt haben, die Rede trotzdem zu halten und es kam irgendwann der Punkt, an dem ich dachte: Jetzt erst recht! (mehr …)