Willkommen beim Queeren Netzwerk NRW!

Das Queere Netzwerk NRW wurde 1991 als Schwules Netzwerk NRW gegründet. Seitdem ist unser Verband aktiv in der schwulen Selbsthilfe und schwulen Projekten, mehr und mehr aber auch in schwul-lesbischer Arbeit, LSBTIQ*-Arbeit und Projekten, in denen eine Vielzahl queerer Identitäten präsent sind. Auf ihrer außerordentlichen Sitzung am 26.9.2020 beschloss unsere Mitgliederversammlung daher eine neue Satzung, aus der die Vielfalt unserer Arbeit im Bereich sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität hervorgeht. Außerdem beschloss die Versammlung, unserem Verband in Zukunft den Namen Queeres Netzwerk NRW zu geben.

Aktuell findet sich an vielen Stellen dieses Webauftritts noch der Name Schwules Netzwerk NRW. Ein neuer Auftritt für das Queere Netzwerk NRW ist bereits in Arbeit und wird in Kürze hier abrufbar sein.

Mehr über uns und unsere Arbeit gibt es hier.


Fachtagung von NRW LSBTIQ* inklusiv vom 20. bis 22. November 2020 in Bielefeld und Düsseldorf

(SNW) | 29. Oktober 2020

Ziel des Projekts der LAG Lesben in NRW „NRW LSBTIQ* inklusiv“ ist es, die Lebenslagen und Bedarfe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*, Inter* und Queer* mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, psychischen und sonstigen Beeinträchtigungen in den Blick zu nehmen und geeignete Maßnahmen zum Empowerment zu entwickeln.

Für LSBTIQ* mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, psychischen oder sonstigen Beeinträchtigungen ist es immer noch schwierig, einen barrierefreien Zugang zu den Lebenswelten der Communities zu erhalten. Einerseits erfahren sie in ihren Communities Diskriminierung aufgrund der Behinderung, anderseits stoßen sie bei Angeboten für Menschen mit Behinderungen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität auf Vorbehalte und Ausgrenzung. Das wollen
wir ändern.

Die Fachtagung richtet sich insbesondere an:

  • LSBTIQ* mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen, psychischen oder sonstigen Beeinträchtigungen
  • Selbsthilfekontaktstellen und -organisationen
  • Fachkräfte aus Behindertenhilfe, sozialer Arbeit und Gesundheitsselbsthilfe und -fürsorge
  • LSBTIQ* Community

Die Teilnahme ist sowohl vor Ort in Bielefeld als auch in Düsseldorf an ein, zwei oder drei Tagen möglich – selbstverständlich auch digital. Teilnahmegebühren werden nicht erhoben. Bei Teilnahme in Düsseldorf fallen lediglich Kosten für Unterkunft und Verppflegung an.

Freitag, 20. November in Bielefeld
Vorstellung der Studienergebnisse „Die Lebenswirklichkeit und die Problemlagen von LSBTIQ* mit unterschiedlichen Formen der Behinderung, chronischen Erkrankungen, psychischen und sonstigen Beeinträchtigungen“

Ort: VHS Bielefeld, Historischer Saal, Ravensberger Park 1, 33602 Bielefeld

In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in einer breit angelegten wissenschaftlichen Studie in Zusammenarbeit mit der FH Bielefeld Befragungen durchgeführt, bei denen Lebenssituation und Bedürfnisse der betreffenden Menschen erhoben und ausgewertet wurden. Die Ergebnisse der deutschlandweit bisher einmaligen Studie werden im Rahmen der Fachtagung in Bielefeld vorgestellt und diskutiert.

20. bis 22. November in Düsseldorf
„Auf zu neuen Ufern – Inklusion ohne Barrieren“

Ort: Jugendherberge Düsseldorf, Düsseldorfer Str. 1, 40545 Düsseldorf

Schwerpunkt der Fachtagung in Düsseldorf ist Empowerment. Die Tagung bietet Raum für die Entwicklung von Konzepten, Visionen und Strategien für ein offenes und selbstbewusstes Leben von LSBTIQ* mit Behinderung, chronischen Erkrankungen, psychischen oder sonstigen Beeinträchtigungen.

Am Freitag wird es eine Live-Schaltung zwischen beiden Tagungsorten geben. Ein direkter Austausch ist auch in der gemein samen Abschlussdiskussion geplant.

Teilnahme nur mit Anmeldung bis zum 12.11.2020! Anmeldung und weitere Details: www.lsbtiq-inklusiv.nrw

Alle Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht. Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache übersetzt. Die Einhaltung aller erforderlichen Corona-Maßnahmen während der Fachtagung ist selbstverständlich gewährleistet.


Trauer um Marlis Bredehorst

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 19. Oktober 2020

Mit Trauer und großer Anteilnahme haben wir vom viel zu frühen Tod von Marlis Bredehorst erfahren. Unsere Communities verlieren in ihr eine langjährige und engagierte Kämpferin für lsbtiq* Akzeptanz, lesbische Sichtbarkeit und starke zivilgesellschaftliche Strukturen.

Der Landesaktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit, den NRW 2012 als erstes Flächenland beschloss, war unter anderen ein entscheidender Verdienst von Marlis. In ihrer Rolle als Staatssekretärin des Emanzipationsministeriums wirkte sie 2010/11 entscheidend daran mit, ihn ins Leben zu rufen. Sie leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Verankerung von lsbtiq* Themen in der Landespolitik, die auch Grundlage war für die Einrichtung von landesweiten Fachstellen wie der Fachstelle Queere Jugend NRW oder der Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit.

Auch die Fachstelle für schwul-lesbische Senior*innenarbeit im rubicon, die Kölner Fachstelle für Lesben, Schwule und Transgender und die entsprechende Stadtarbeitsgemeinschaft gäbe es nicht ohne ihr politisches Engagement. Unter anderem für dieses Engagement wurde Marlis 2019 mit der Ehrenmitgliedschaft des rubicon ausgezeichnet.

Als Vorstandsmitglied der ARCUS Stiftung setzte sie sich außerdem mit Herzblut und Energie dafür ein, Projekte für Freiheit und Selbstbestimmung von LSBTIQ* Communities zu stärken.

Unsere Gedanken sind bei Marlis Lebensgefährtin, ihren Kindern und allen Hinterbliebenen.


Statement: Gemeinsam gegen Diskriminierung – Rassistische Sprache ist Gewalt!

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 14. Oktober 2020

Im Anschluss an den Fachtag „Mehrfachdiskriminierung – (k)ein Thema für uns?!“ der Fachstelle #MehrAlsQueer, der Integrationsagentur im rubicon und der VHS Köln am 29. September im FORUM Volkshochschule kam es zu Vorfällen rund um die Verwendung rassistischer Sprache, zu denen wir hier Stellung beziehen möchten.

Als Queeres Netzwerk und dessen Fachstellen, Rubicon als Beratungsstelle und die Volkshochschule Köln als öffentlicher Bildungseinrichtung, positionieren wir uns deutlich gegen Gewaltformen in den unterschiedlichsten Facetten.

Queerfeindlichkeit und Rassismus bzw. deren Verschränkung sind die Kernthemen der Fachstelle MehrAlsQueer. Sowohl auf struktureller, institutioneller und individueller Ebene arbeiten wir alle gemeinsam für den Abbau von jeglichen Diskriminierungsformen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Rassistische Sprache ist eine Form von Gewalt, die nicht reproduziert werden darf. Lernen über Rassismus ist möglich, ohne sich selbst rassistische Sprache zu eigen zu machen. Wir sprechen uns daher klar und entschieden gegen die Verwendung des N*-Wortes im Speziellen und die Verwendung rassistischer Sprache im Allgemeinen aus. Wir alle haben die Verantwortung, in Bezug auf diskriminierungssensible Sprache dazuzulernen und dabei von den insbesondere rassismuserfahrenen Communities zu lernen. Das gilt auch für LSBTIQ*-Communities und für Fachkräfte, die in und mit unseren Communities arbeiten.

Deutlich positionierte sich zudem der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung vom 14. Mai 2020 gegen die Nutzung des rassistisch eingestuften N*Wortes, dessen Entscheidung wir vollumfänglich unterstreichen.

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie unverzichtbar Sensibilisierungsarbeit im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antimuslimischen Rassismus, Rassismus gegenüber Sinti_zze und Rom_nja und weitere Diskriminierungsformen ist.

Diese Arbeit wollen wir angehen – mit Euch und Ihnen gemeinsam!


Einladung zur Gay*Com im neuen Format: StadtLandQueer – LSBTIQ* Politik Kommunal

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 14. Oktober 2020

Vielleicht mehr denn je haben die Auswirkungen des Coronavirus gezeigt, wie wichtig solidarische Communities vor Ort sind. Zur Neuauflage unseres Gay*Com-Formats als StadtLandQueer laden das Queere Netzwerk NRW, die LAG Lesben in NRW und das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW daher mit der Stadt Dortmund zum virtuellen Austausch über das Thema „LSBTIQ* vor Ort – Räume bewahren – entwickeln – öffnen.“

Die Veranstaltung findet am 6.11.2020 von 12 bis 17 Uhr als Online-Konferenz statt.

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier sowie als PDF zum Download: Einladung StadtLandQueer.


Schwules Netzwerk NRW wird Queeres Netzwerk NRW

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 26. September 2020

Seit seLogo Queeres Netzwerk NRWiner Gründung 1991 vertritt das Schwule Netzwerk NRW die Interessen schwuler Selbsthilfe und Beratung. In diesen drei Jahrzehnten hat sich vieles getan: Schwule Initiativen wurden ergänzt durch ein breites Organisations- und Themenspektrum im Bereich schwuler, lesbischer, bisexueller, trans*, inter* und queerer Arbeit. Künftig wird diese Entwicklung auch im Namen sichtbar sein: am 26.9.2020 beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins die Umbenennung in Queeres Netzwerk NRW.

„Der Beschluss der Mitgliederversammlung ist Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprozesses. Als Verband beschäftigen wir uns seit mehreren Jahren damit, wie sich die Realitäten unserer Arbeit und unserer Communities verändert haben,“ so Jürgen Rausch, Vorstandsvorsitzender des Queeren Netzwerk NRW. Bereits im Herbst 2018 hatten die Mitglieder des Netzwerks beschlossen, sich auf sich auf allen Ebenen des Vereins zu einem queeren und inklusiverer Landesverband weiterzuentwickeln, in dem die Vielfalt der LSBTIQ*-Communities in NRW sichtbar wird und sich viele aktive Menschen zugehörig und vertreten fühlen.

Ergebnis des Entwicklungsprozesses sind neben der Namensänderung auch eine neue Satzung und ein Selbstverständnis des Vereins, in denen sich die Vervielfältigung der Arbeitsbereiche widerspiegelt. Inhaltlich waren die Veränderungen in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen bereits gelebte Praxis. So ist das Queere Netzwerk NRW aktuell Träger*in von vier Fachstellen, die NRW-weit LSBTIQ* Jugendarbeit, Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit, Arbeit im Bereich geschlechtliche Vielfalt/trans* sowie Arbeit von und für Queers mit Rassismuserfahrung und of Color gestalten.

Über die vielfältige Arbeit der Mitglieder und Fachstellen sind zahlreiche Gruppen an das Netzwerk angeschlossen, welche keine juristischen Personen sind und daher bislang nicht Mitglieder des Verbands werden konnten. Auch hier soll die neue Satzung Veränderung bringen: „Um empowernde Räume und ein solidarisches Netzwerk zu schaffen, müssen wir offen sein für Communities, die sich auf vielfältige Art und Weise organisieren. Unsere neue Satzung sieht darum vor, dass auch nicht juristisch verfasste Gruppen Mitglied unseres Vereins werden können,“ erklärt Vorstandsmitglied Lilith Raza.

Das Queere Netzwerk NRW hat aktuell 42 Mitglieder und ist aktiv in ganz NRW. Gefördert werden die Aktivitäten des Netzwerks und seiner Fachstellen maßgeblich durch die Landesministerien für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie Arbeit, Gesundheit und Soziales. Darüber hinaus wird die Arbeit ermöglicht durch Fördermitglieder, Spenden und Sponsoring. Seit 2019 wird der Verein vertreten durch einen quotiert gewählten gemischtgeschlechtlichen Vorstand. Unter diesen Vorzeichen blickt er nun auch unter dem neuen Namen in die Zukunft. In den Worten von Vorstand Neofitos Argiropoulos: „Zum ersten Mal wird in unserem Bundesland ein Verein so entwickelt, dass niemand ausgeschlossen und alle willkommen sind. Diese Historische Entwicklung ist DAS EREIGNIS 2020.“