Rainbow Refugees jetzt Mitglied im Schwulen Netzwerk NRW

Schwules Netzwerk NRW (SNW) | 25. September 2020

Seit dieser Woche sind die Rainbow Refugees Cologne (hier mit ihrem Projekt SOFRA) Mitglied im Schwulen Netzwerk NRW. Dazu ein Herzliches Willkommen!!!!

Die Perspektiven, die die Rainbow Refugees in die Arbeit unseres Vereins einbringen, stellen eine wertvolle Bereicherung dar – für das Netzwerk und für die lsbtiq* arbeit in ganz NRW.

Dazu, was ihre Arbeit ausmacht und warum sie sich in unserem Verein engagieren, schreiben die Rainbow Refugees:

“Wir leben in einer Migrationsgesellschaft, aber viele Migrant*innen verfügen nicht über die gleichen Möglichkeiten zu Teilhabe, Bildung und Kultur. Und nicht nur das: Geflüchtete Menschen werden systematisch entrechtet oder illegalisiert.

Wer LSBTIQ und migrantisch ist, erfährt darüber hinaus Ausgrenzung und Diskriminierung: Es gibt Homo- und Transfeindlichkeit in der Mehrheitsgesellschaft und in migrantischen Communities. Und es gibt Rassismus, auch in der LSBTIQ-Community. Wir können nicht nur das eine benennen und kritisieren, schließlich macht beides unsere Leben schwer.

In unserem Verein arbeiten seit fünf Jahren LSBTIQ-Personen mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte zusammen. Wir setzten uns für die Rechte, die Sicherheit und die Sichtbarkeit von geflüchteten und migrantischen LSBTIQ-Personen ein. Aber unsere Solidarität kennt zugleich kein Geschlecht und keine sexuelle Orientierung: Das Recht auf Asyl, auf Schutz, auf Bewegungsfreiheit und auf gleiche soziale Rechte muss allen Menschen gelten!

In den letzten Jahren haben wir die LSBTIQ-Geflüchtetenhilfe in Köln mit aufgebaut. Aber die klassische Geflüchtetenhilfe hat sich verändert und das ist gut so! LSBTIQ-Personen mit Fluchterfahrung organisieren sich selbst, auch in unserem Verein. Echte Beteiligung und Mitsprache heißt nicht für oder über LSBTIQ-Geflüchtete und -Migrant*innen zu entscheiden, sondern nur mit ihnen gemeinsam.

Unser Ziel ist es, dass LSBTIQ-Geflüchtete und -Migrant*innen sich selbst vertreten und dabei breite Bündnisse mit ihren Unterstützer*innen und Freund*innen entstehen. Deshalb sind wir jetzt Mitglied im Schwulen Netzwerk NRW.

Denn: Migration ist überall und sie ist unumkehrbar. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!”