Schulungen und Workshops 2018

Die Arbeit für und in den lesbischen, schwulen, bi, trans* und inter* Szenen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Unsere großen Stärken – fachliche Kompetenz und Peer-Involvement – reichen allein immer schwerer aus, um unsere Projekte und Ziele erfolgreich umzusetzen. Die Konkurrenz um Aufmerksamkeit wird größer, die technischen Möglichkeiten komplexer. Zudem werden die Anforderungen an die einzelnen Mitarbeitenden immer höher – mit knappen Budgets und geringen Personalressourcen muss möglichste viel erreicht werden. Die LAG Lesben in NRW und das Schwule Netzwerk NRW bieten deshalb für ehrenamtlich und hauptamtlich tätige Menschen aus NRW Schulungen und Workshops zur Unterstützung ihrer Arbeit an.

Eine verbindliche Anmeldung ist bis mind. zwei Wochen vor der Veranstaltung nötig. Hier geht es zum ANMELDEFORMULARDetails gehen eine Woche vor der Veranstaltung per Mail an alle Teilnehmenden. 


26./27.10.2018 (Fr 11:00 – 18:00h | Sa 09:30-16:00h)
Ort: SC Janus Geschäftsstelle | Hohenstaufenring 42 | 50674 Köln

„Selfcare in der Community-Arbeit“

Bist du so gestresst oder belastet, dass du manchmal keine Energie mehr hast, gut für dich zu sorgen? Fragst du dich, wie du gut auf dich achten kannst, während du in der Community aktiv bist? In dem Workshop wird es darum gehen, Herausforderungen in der Community-Arbeit zu reflektieren, zu einer für dich stimmigen Selfcare-Praxis zu finden und es dir gut gehen zu lassen.

Themen:

Jay Keim engagiert sich für transformative Antigewalt- und Unterstützungsarbeit und verfolgt die Vision von caring Communities. Jay träumt von einem queer-feministischen Retreat Center und bietet aktuell Supervision, Prozessbegleitung, Coaching und Workshops mit Schwerpunkt auf Selbstfürsorge und Diskriminierungssensibilität an.

Referierende Person: Jay Keim | www.jaykeim.de | Facebook

Gebühr: 30,00 € | Mitgliedsgruppen 20,00 €
(Eine Übernachtung in Köln ist selber zu organisieren, gerne sind wir dabei behilflich.)


29. November 2018 (Beginn: 19:00 Uhr)
Ort: Landesanstalt für Medien NRW | Zollhof 2 | 40221 Düsseldorf

Informationsabend: LSBTIQ* in den Medien und Medienräten

Seit 2015 bzw. 2016 entsenden das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben in NRW Vertreter_innen in die Landesmedienkommission NRW bzw. in den WDR-Rundfunkrat. Im ZDF-Fernsehrat arbeitet seit 2016 eine LSVD-Vertreterin mit, die zukünftig auch im ARTE Beirat sitzt. Wir wollen an dem Abend über die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans*, Inter* und Queeren Personen in den Medien sprechen und über die Wahrnehmung diverser Lebensweisen. Wir sprechen über Programmbeschwerden am Beispiel der 1LIVE-Serie „Ausgepackt“ und über Verhältnismäßigkeiten.

Moderierende Person: Johannes Kram | Autor, Blogger und Marketingstratege | Nollendorfblog


10.11.2018 (10:00 – 17:00 Uhr)
Ort: Schwules Netzwerk NRW | Lindenstr. 20 | 50674 Köln

Richtig gründen, sicher arbeiten – Grundlagen des Vereinsrechts

Vorstände müssen bei der Gründung oder Übernahme von Vereinsgeschäften verschiedene (steuer-)rechtliche Regelungen beachten. Gerade im Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht können dadurch Situationen entstehen, bei deren Unkenntnis der Verein bzw. die Vorstände persönlich haften oder die die Anerkennung als gemeinnützige Organisation gefährden. In der Veranstaltung werden deshalb neben einem grundlegenden Überblick über das Vereinsrecht praktische Beispiele und rechtliche Probleme dargestellt und entsprechende Lösungswege aufgezeigt.

Referierende Person: Uwe Schörnig | Rechtsanwalt und Mitautor des „Reichert – Handbuch Vereins- und Verbandsrecht“, 14. Auflage 2018

Gebühr: 30,00 € | Mitgliedsgruppen 20,00 €


Januar 2019 (11:00 – 18:00 Uhr)
Ort: Atelier HeimatlosGrenzenlos | Roßstr. 16 | 50823 Köln

Methodenworkshop: Trickfilm

Dieser Workshop gibt eine Einführung in die Technik der Stop-Motion-Animation und richtet sich insbesondere an alle, die sich erstmals mit dieser Technik befassen möchten – ob mit Profiausrüstung oder mit dem eigenem Smartphone. Die Einführung ist als didaktische, als auch methodische Anregung gedacht und wird anhand praktischer Übungen veranschaulicht.

Die wahrgenommene Realität wird in der Animation durch Entfremdung, Übertreibung oder Vereinfachung abstrahiert und neu übersetzt. Die Verfahren dazu sind vielfältig. Dabei ist die Anwendung nicht nur für medienpädagogische Arbeiten geeignet, sondern auch für alle interessant, die lernen möchten, komplexe Inhalte zur leichten Vermittlung zu visualisieren.

Als Werkzeuge dienen in dieser Veranstaltung vor allem die eigenen Smartphones oder Tablets. Mit einer entsprechenden App ist den Nutzer_innen inzwischen eine einst aufwendige Technik zugänglich geworden und vereinfacht dadurch viele Produktionsabläufe. Der Workshop bietet eine Übersicht zur Methode mit Trickfilmen zu arbeiten, zur Ideenfindung für eine Geschichte, zur Erstellung der Materialien, über Abläufe vor und beim Dreh, bis hin zur Nachvertonung.

Referierende Person: Parisa Karimi | Medienkünstlerin, Film- und Theatermacherin, VJane | www.parisakarimi.de

Gebühr: 30,00 € | Mitgliedsgruppen 20,00 €


Workshops / Input für das EmpowermentProjekt LSBTIQ* mit Flucht- und Migrationsgeschichte

Folgende Workshops richten sich an LSBTIQ* mit Flucht- und Migrationsgeschichte, sog. People of Color, Schwarze Deutsche, Deutsche mit Migrationsgeschichte, Migrant_innen, Menschen, die in Deutschland Rassismus erleben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten können übernommen werden (DB/2.Kl). Die Workshopsprache ist deutsch, für eine Sprachmittlung in andere Sprachen bitte frühzeitig Bescheid geben.

 

12.8.2018 (13:00 – 18:00 Uhr)
Ort: Aidshilfe Düsseldorf e.V. | Johannes-Weyer-Str.1 | 40225 Düsseldorf

Rassismus und Empowerment

In diesem Workshop sollen Grundkenntnisse über Rassismus und seine verschiedenen Formen vermittelt werden. Die Idee des Empowerments als selbstermächtigende Gegenkraft
wird vorgestellt.

In Teil I werden die verschiedene Ebenen des Rassismus beleuchtet und reflektiert: Rassismus ist weder ein Randgruppenphänomen, das z.B. nur rechtsradikalen Gruppierungen
zugeschrieben werden kann. Es beschränkt sich nicht auf absichtliche Provokationen. Vielmehr ist Rassismus ein Problem der ganzen Gesellschaft, das sich auf individueller, kultureller und institutioneller Ebene ausdrückt.

In Teil II wird die Idee des Empowerments vorgestellt: Wie können wir trotz der täglichen Erfahrungen von Rassismus Wege entwickeln, unsere Widerstandsfähigkeit zu stärken und unsere persönlichen Ziele zu verfolgen? Was können wir tun um uns darin zu befähigen, unser Recht auf ein diskriminierungsfreies Leben einzufordern und durchzusetzen? Was können wir tun, um Rassismus zu verringern?

Referierende Person: Tsepo Bollwinkel | Empowermenttrainer | tsepo-bollwinkel-empowerment.de


23.9.2018 (13:00 – 17:00 Uhr)
Ort: Aidshilfe Essen e.V. | Varnhorststr. 17 | 45127 Essen

Partizipation und Rollenfindung in der Gruppenarbeit

In diesem Workshop wird die Arbeit in Gruppen von LSBTIQ*Menschen mit Rassismuserfahrungen beleuchtet und reflektiert. Folgende Fragen beschäftigen uns: Was heißt es in Gruppen zu arbeiten? Wie können wir gut Gruppenprozesse begleiten und die Gruppenentwicklung positiv gestalten?

Referierende Person: Kadir Özdemir | Projektkoordinator der Beratungsstellen & Selbstorganisationen von queeren Geflüchteten in Niedersachsen


20.10.2018 (13:00 – 18:00 Uhr)
Ort: Aidshilfe NRW e.V. | Lindenstraße 20 | 50674 Köln

LSBTIQ* und gläubig / religiös?

• Vorstellung der Arbeit der muslimischen LSBTIQ* in Köln oder Deutschland
• Input zu Religion(en) und LSBTIQ* Identitäten
• Aktuelle Situation von gläubigen LSBTIQ* in Deutschland
• Gruppenarbeit / Erarbeitung von Argumentationen bei LSBTIQ*/ Islamfeindlichkeit

Referierende Personen: Rabeya Müller | Vorsitzende des Zentrums für islamische Frauenforschung und Frauenförderung, Imamin und Gründungsmitglied des Liberal-Islamischen Bundes (LIB e.V.)


17.11.2018 (13:00 – 17:00 Uhr)
Ort: Köln (genauer Ort wird noch bekannt gegeben)

Nutze dein Recht!

Viele LSBTIQ* sind von mehrfacher Diskriminierung betroffen. In diesem Workshop wird es v.a. darum gehen, welche Formen von Diskriminierung Teilnehmende erleben (Rassismus, LSBTIQ*-Feindlichkeit, Sexismus u.v.m.) und wie sie sich rechtlich dagegen wehren können. Auch werden Wege gesucht, wie von Diskriminierung betroffene LSBTIQ* gestärkt in den Prozess des „sich Wehrens“ gehen können.

Themen:

Referierende Person: Lilith Raza | LSBTIQ*-Aktivistin | LSVD – Queer Refugees Deutschland


08.12.2018 (13:00 – 17:00 Uhr)
Ort: wird noch bekannt gegeben

LSBTIQ*-Migrant_innenselbstorganisation (MSO)

In NRW haben sich viele Migrant_innen, Menschen of Color und mit Zuwanderungsgeschichte in eigenen Vereinen zusammengeschlossen. Auch in der LSBTIQ* Community gibt es zahlreiche Vereine. Bisher gibt es aber keine Vereine, die beides als Schwerpunkte haben und dabei eigenständig sind. In diesem Workshop geht es darum, wie MSO überhaupt funktionieren und wie diese aufgebaut werden. Wir wollen überlegen, wie wir für unser Netzwerk und auch für eigene lokale Initiativen vielleicht eine langfristige Struktur finden können.

Themen

Referierende Person: Carmen Martínez Valdés | Fachreferentin Migration und Geflüchteten-Arbeit mit dem Schwerpunkt Migrant_innenselbstorganisation


Unsere bereits angebotenen Schulungen findet Ihr im Archiv Schulungen.